Jeder WordPress-Blogger kennt das von WordPress mitgelieferte Anti-Spam-Plugin Akismet. Jeder WordPress-Blogger vertraut auch darauf und es verrichtet deinen Dienst für die “normalen” Blogger-Zwecke recht zuverlässig. Doch nun gibt es berechtigte Bedenken bezüglich dem Datenschutz.
Das Spam-Plugin Akismet verrichtet auf gefühlten 95% aller Blogs seinen Dienst in Sachen Anti-Spam, auch auf Alles2null. Und das auch sehr zufriedenstellend. Nun vermeldeste gestern der Datenwachschutz Blog, dass bezüglich des Datenschutz einige Bedenken bestehen. Das liegt an der Funktionsweise dieses Anti-Spam-Plugin Akismet. Doch was kann man als Blogger tun? Welche Alternativen gibt es?
Die Funktionsweise von Akismet ist folgende, dass sämtliche Kommentare die auf einem Blog abgegeben werden mit der Akismet-Datenbank abgeglichen werden, ob dieser Kommentar ein Spam ist oder nicht. Aufgrund verschiedenster Parameter stellt dies das Plugin auch sicher, denn es wird ein ganzer Wulst an Daten zum Abgleich an den Server in den USA geschickt. Dieser teilt dann dem Plugin mit, ob es nun Spam ist oder nicht. Und genau dieses hin- und hersenden ist das Bedenkliche.
Nun gibt es zwei Möglichkeiten, dieses Problem zu umgehen bzw. sich auf die sichere Seite zu schlagen. Entweder man behilft sich mit einem Datenschutz-Hinweis im Impressum oder man sattelt auf ein anderes Anti-Spam Plugin um.
Möglichkeit 1: Datenschutzhinweis im Impressum
Als WordPress-Blogger sollte man sein Impressum um folgenden Eintrag erweitern:
Nutzung von Akismet Spam Filter:
Der Anti Spam Filter Askimet ist hier integriert um möglichen Spam abzuwehren. Dieser untersucht Ihren Kommentar, in dem er folgende Inhalte an einen Server in den USA sendet und dort mit einer langen Liste von gesperrten Wörtern, IP Adressen, E-Mail Adressen, Domains usw. abgleicht.* comment_post_ID
* comment_author
* comment_author_email
* comment_author_url
* comment_content
* comment_type
* comment_parent
* user_ID
* user_ip
* user_agent
* referrer
* blog
* HTTP_HOST
* HTTP_USER_AGENT
* HTTP_ACCEPT
* HTTP_ACCEPT_LANGUAGE
* HTTP_ACCEPT_ENCODING
* HTTP_ACCEPT_CHARSET
* HTTP_KEEP_ALIVE
* HTTP_CONNECTION
* HTTP_REFERER
* CONTENT_TYPE
* CONTENT_LENGTH
* PATH
* SERVER_SIGNATURE
* SERVER_SOFTWARE
* SERVER_NAME
* SERVER_ADDR
* SERVER_PORT
* REMOTE_ADDR
* DOCUMENT_ROOT
* SERVER_ADMIN
* SCRIPT_FILENAME
* REMOTE_PORT
* GATEWAY_INTERFACE
* SERVER_PROTOCOL
* REQUEST_METHOD
* QUERY_STRING
* REQUEST_URI
* SCRIPT_NAME
* PHP_SELF
* REQUEST_TIMESollte sich in Ihrem Kommentar eins der gesperrten Wörter, E-Mail Adressen, Domains usw. befinden, wird der Akismet Anti Spam Filter eine Spam Meldung zurückgeben und diese auch in ihren Serverinformationen in den USA speichern. Wir haben keinerlei Einfluß darauf welche Informationen dort dauerhaft gespeichert werden und können diese auch nicht einsehen! Wenn Sie damit nicht einverstanden sind, dürfen Sie hier nicht kommentieren !!!
Ob jetzt nun wirklich jeder einelnne Eintrag der gesendet wird auch wirklich im Impressum stehen muss, kann ich jetzt nicht sagen, mein logischer menschenverstand sagt mir aber eher nicht. Denn welcher Blog-Kommentator, wenn nicht Profi, kann mit diesen Angaben etwas anfangen? (Quelle Datenwachschutz Blog)
Möglichkeit 2: Anderes Plugin benutzen
Um das Problem des Datenschutz zum umgehen, kann man natürlich sich von Akismet verabschieden und sich ein neues Anti-Spam Plugin zulegen. Sehr vielversprechend und von den Experten auch schon hochgelobt, obwohl noch keine 3 Wochen alt, ist das neue Anti-Spam Plugin Antispam Bee für WordPress. Der Macher hinter AntispamBee ist Sergej Müller, den man von dem Plugin WPSeo kennt, er beschreibt sein neues Plugin wie folgt:
Mit der letztens vorgestellten und ausführlich beschriebenen Möglichkeit, wo es darum ging Templates händisch für den Spamabwehr vorzubereiten, reduzierte sich das gesamte Spam-Aufkommen bis auf mickrige, jedoch zugegeben nervige fünf Prozent. Kein schlechter Wert, doch es geht definitiv besser: Seit dem Einsatz von Antispam Bee ist überhaupt kein automatischer Spam mehr durchgekommen. Im Klartext: Absolut kein Spam mehr im Blog!
Die Verfahrensweise hinter der WordPress-Erweiterung ist plausibel und kann in nur einem Satz zusammengefasst werden: Das Kommentarfeld der Beitragsseite wird ausgetauscht und mittels “display:none” ausgeblendet. Das Prinzip der “Biene” geht im Technischen aber durchaus weiter als nur das eine Feld unsichtbar zu machen (darauf fallen nur sehr dumme Bots rein). Es werden weder Cookies gesetzt, noch aktiviertes JavaScript benötigt. Die Lösung ist absolut zuverlässig, sprich es gehen definitiv keine Kommentare der Nutzer verloren.
Ich werde diese Alternative in den nächsten Tagen mal testen und schauen, ob es das hält, was es verspricht.
Wie sind deine Erfahrungen mit Anti-Spam Plugins? Welches benutzst du? Hast du Akismet auch schon abgeschaltet?

























Ich finde die sollen sich ihren Datenschutz in den A… schieben. So langsam übertreiben sie es echt mit ihrem Datenmist. Ich kann es echt nicht mehr hören. Dauert nicht mehr lange und wir sind schlimmer als China
@ Ralf
Danke für den Tipp…
Aber wie verhälst du dich?
Nutzt du Akismet?
Die Nutzung von Akismet hat noch weitere entscheidende Nachteile, denn wenn ich bei einem Kommentar unseren Blog als Website eintrage, verschwindet der Kommentar als Spam.
Warum? ganz einfach!
Man kann durch Akismet die Konkurrenz oder Blogger, die man nicht leiden kann, in die Spamliste bringen.
Wie geht das? ganz einfach!
Probiere mal folgendes aus:
1. Schreibe mal in deinem Blog zwei Kommentar mit einem fantasie Namen, fantasie eMail, fantasie Domain.
2. Makiere diese Einträge bei Akismet als Spam.
3. Schreibe zwei oder drei weitere Kommentare (die aus Müll bestehen) mit den gleichen fantasie Angaben in verschiedenen anderen Blogs die Akismet benutzen.
Du wirst sehen, mit der fantasie Domain ist es nicht mehr möglich in einem Blog zu kommentieren, der Akismet nutzt.
Dies kann natürlich durch “böse Buben” genutzt werden, um Blogger in die Spamliste zu bringen.
Vielen Dank für den Tipp, habe mein Impressum entsprechend erweitert. :-)