Eine Reiseplanung in Zeiten des Internets oder auch des Web 2.0 macht nur wirklich Spaß, wenn man wirklich weiß was man will und vor allem wohin man will. Ein kleiner privater Bericht, wie ich in Zeiten des Web 2.0 einen Urlaub suche, finde und buche. Hat wenig mit Web 2.0 zu tun und auch wenig mit dem Internet, dafür aber mehr mit der (un)möglichen Anwendung des Internets im Alltag.
Zur Vorgeschichte: Es stand die Entscheidung im Raum ob wir dieses Jahr ein paar Tage in den Urlaub fahren. Also ein richtiger Urlaub mit relaxen, erleben, ausspannen und erholen. Dazu gab es einen Betrag X als Budget und bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Idee wohin es gehen sollte.
Nach einem kurzen Brainstorming stand fest, dass es nicht ganz so weit weg gehen soll und das Ganze noch recht ordentlich mit dem Auto erreichbar sein soll. Dann ging es auf die Suche nach möglichen Zielen und ich habe versucht mit dem Internet ein ordentliches Angebot zu finden.
Also nichts wie hin zu Google und mit den bekannten und allgemein gebräuchlichen Keywords gesucht. Schnell bin ich bei Anbietern wie Opodo.de, lastmiute.de oder auch expedia.de gelandet und die Suche geht los. Nach etlichen Suchanfragen auf allen drei Portalen war der Frust groß, denn richtig befriedigend ist was anderes obwohl mir Sprüche wie Ohne Suchen Schnäppchen buchen über den Weg gelaufen sind. Aber immer noch keine Idee, wo es hingehen soll.
Das Problem dabei ist, dass man so schnell den absoluten Informations- und Urlaubsangebote-Overflash bekommt. Hier 4 Sterne, da Hotels Deutschland, billige Flüge, Ferienwohnungen, Halpension, All-Inclusive, Wellness, Pool, 3 Sterne und immer wieder Hotels in Spanien oder gar auf irgendwelchen spanischen Inseln. Hauptsaison, Nebensaison, Kurtaxe… es war erstens nicht mehr auszuhalten und zweitens waren wir keinen Schritt weiter. Immer hat irgendwas nicht gepasst.
Also ganz Old-School in den örtlichen stationären Buchhandel mit ein bisschen Zeit im Gepäck, sich einen Deutschland-Urlaubs-Atlas geschnappt und wieder Brainstorming. Schnell stand fest, dass es ans Wasser gehen soll. Ich war für das schwäbische Meer, meine bessere Hälfte für die Ostsee.
Dann ging alles richtig schnell: Reiseführer gekauft (Marco Polo und DUMOT direct), nettes Dörfchen gesucht, in diesem Dorf Ferienwohnungen gesucht und erst mit diesen Informationen ab ins Netz. Weitere Informationen eingeholt und dann ganz klassisch am Telefon eine Ferienwohnung gebucht.
Fazit dieser Geschichte: Ich freue mich auf den Urlaub und habe feststellen müssen, dass man ohne weiteres nicht alles im Netz kaufen kann, vor allem nicht, wenn man nicht genau weiß was man will. Und auf den großen Urlaubs-Portalen findet man auch nur was, wenn man genügend Zeit hat, genau weiß was man will und sich mit diesen Portalen auch schon das ein oder andere Mal beschäftigt hat. Also nichts für mich, in dem Fall mag ich es doch klassisch.
Falls jetzt die Frage aufkommt, wann und wohin es jetzt in Urlaub geht, muss ich euch leider enttäuschen. Das erzähle ich erst hinterher… ;-)

























Das nächste mal würde ich www.tripedio.de nutzen. Da bekommst Du Vorschläge für deinen nächsten Urlaub. Musst nur sagen, was Du willst, wie z.B. Ort mit Sandstrand, Außentemperaturen im Reisemonat von X Grad, Lage im Gebirge, ausgeprägtes Nachtleben, für Kinder geeignet, etc. und viel mehr.
Ist noch nicht ganz ausgereift aberman bekommt trotzdem echt gute Vorschläge.
Danke für den interessanten Bericht. Für mich als Urlaubsanbieter ist es immer wieder wichtig herauszufinden, mit welchen verschiedenen Herangehensweisen heutzutage ein Urlaub geplant wird. Eine gute Auffindbarkeit in den Suchmaschinen kann jedenfalls niemals schaden …
Bei unserem letzten Urlaub an die Ostsee sind wir ebenso vorgeganegn. Ziel & Ort definiert und dann im Internet via Google Earth erst mal die Umgebung abgeklappert. Dann erst nach nach Ferienwohnungen und Hotels gesucht. Buchung dann wieder per Email – hat gut geklappt!
Am Besten du bleibst zuhause ;-) Dann hast du schon Geld gspart ;-)
Ich als Schwabe kann dir nur zum Bodensee raten.Es ist dort wirklich Traumhaft!
Schöner Bericht – ich glaube, ich habe eine Ahnung, wo es hingehen könnte ;-)