Wow, dass ich das ungestraft schreiben darf, hätte ich nicht gedacht, ich erinnere an meine letzte Schelte, als ich über Twitter hergezogen habe. Wow, da gings rund, da fühlten sich ein paar der 37.000 deutschen Twitter-Nutzer ordentlich auf die Füße getreten und diagnostizierten mir absolute Unkenntnis.
Nun hat sich auch Eric Schmidt, seines Zeichens CEO bei Google, als völliger Banause und verirrter Irrer geoutet, denn von ihm stammt der Satz aus dem Titel: Twitter ist E-Mail für Arme.
Das Ganze hat sich zugetragen auf eine Technologiekonferenz in San Fransico, USA, zu der Morgan Stanley, eine Investmentbank geladen hatte. “Twitters Erfolg ist großartig. Ich glaube, er zeigt, dass es viele, viele Wege gibt, um andere zu erreichen, zu kommunizieren. Vor allem, wenn man bereit ist, dies öffentlich zu tun.” sagt Eric Schmidt weiter und ist wohl etwas neidisch auf Twitter und dass das Haus Google mit seinem Twitter-Klon Jaiku nicht annähern denselben Ergfolg hatte. Mittlerweile ist Jaiku aus dem Hauptgeschäft abgestossen und wird nach Open Source-Manier weiter entwickelt.
“Als Computer-Wissenschaftler sehe ich diese Dienste als E-Mail des armen Mannes an”
und
“In anderen Worten: Sie bieten zwar Aspekte eines E-Mail-Systems an – aber nicht alle. Für mich stellt sich bei Unternehmen wie Twitter die Frage, ob sich ein Notiz-Phänomen entwickelt oder ob sie sich im Sinne eines traditionellen E-Mail-Anbieters weiter entwickeln, der durch Speicherfunktion und klare Identitäten charakterisiert ist?”
hat Eric Schmidt laut Meedia gesagt.
Wohin sich Twitter entwickelt, also zum virtuellen Post-it für den Web-Freak oder zu einem ernsthaften Konkurrenten ist wirklich fraglich und wird sich erst in der Zukunft zeigen.
Aber irgendwie scheint Google Angst zu haben vor dem großen Twitter. Obwohl es nur ein künstlicher kleiner Hype ist? Wo wäre Twitter denn, wenn in den USA keine Wahlen gewesen wären? Und 37.000 Twitterer in Deutschland? Das ist nix. Eine Aldi-Filiale oder ein gut gehender Bäcker hat im Monat mehr Kunden… und die wissen wie man Kunden zu Geld macht…
Für Twitter allerdings wird es in Zeiten des fehlenden Geldes immer enger, wenn nicht bald ein schlüssiges Konzept zur Monetarisierung vorliegt. Und das wird der Knackpunkt sein.
Meiner Ansicht nach lässt sich Twitter nicht monetarisieren, weder durch Werbung noch durch Premium- oder Freemium-Modelle. Erstens weil niemand dafür zahlen würde, weil es identische Systeme kostenlos gibt und auf Werbung in den Tweets klickt kiener, weil Twitter zu schnell ist.
Die Jungs bei Twitter hätten einfach eines der Angebote von Google oder Facebook annehmen sollen und damit zufrieden sein, dass sie irgendwann einmal in ihrem Leben eine geniale Idee hatten. Leider haben sie lieber hochnässig abgelehnt, diese Fehlentscheidung werden sie wohl bald bitter zu spüren bekommen.

























Twitter ist nicht E-Mail für Arme. Twitter ist RSS-Feed für Technik-Verweigerer, also für den größeren Teil der Internetgemeinde. Twitter verwirklicht die Idee der RSS-Feeds, nur so, dass sie jeder begreift.
Auch eine sehr schöne Erklärung :-)
Who the f#ck ist Twitter?
Wikipedia, ich komme.
Nun ja, die Quelle klingt für mich nicht nach dem üblichen Geschwurfel :-)
Warten wir ab bis es was offizielles gibt…
Es gab scho so viele Startups (dotCOM-Phase) da meinte man auch, das wär das Ding des Jahrtausends und alle Geschäftsmodelle waren angeblich todsicher und wasserfest…
Wie war das? Den Neid der Anderen muss man sich erstmal erarbeiten!
Siehe http://www.businessinsider.com/twitters-secret-business-model-on-track-and-will-work-vc-2009-3 … ich glaube du irrst dich Uwe.
Na supi, eine Aussage von Eric Dingsbums, das ist auch sowas von gewichtig… :)
Als Twitter-User muss ich mich natürlich auch auf deren Seite schlagen und erstmal klarstellen, dass Twitter != E-Mail ist ;) Kann man auch Äpfel mit Bananen vergleichen…
Die Suche wird DAS große Ding auf das Twitter auch sein Geschäftsmodell ausrichten wird – Google hat gezeigt wie man mit so etwas Geld verdienen kann. Es wird zwar noch etwas dauern, Twitter lässt sich jedoch sehr wohl monetarisieren.
Also wenn fühlten sich nur 36999 auf die Füße getreten – mich juckt sowas nicht ;)
Den “Jungs von Twitter” Hochnäsigkeit zu unterstellen halte ich allerdings für etwas vorschnell geurteilt. Die Ablehnung des Facebook-Deals wurde oft genug erläutert und bezüglich des Google-Deals ging zumindest indirekt auch schon die Begründung raus -> “We can do what Google can’t.” -> http://bit.ly/11eyvp
Ich glaube aber nicht, dass Twitter jemals monetarisiert werden kann, ausser man würde es verkaufen, und bisher hat es noch gutes Geld gegeben dafür. In schlechteren Zeiten werden irgendwann die Investoren auf einen Verkauf drängen, und dann gibts eben nur noch Bruchstücke von den bisherigen Angeboten… wenn überhaupt…