Vor einigen Tagen hatten wir im Beitrag 8 Wege Geld zu machen – Wie monetarisiert man das Web 2.0 verschiedene Modelle vorgestellt, wie es möglich sein kann, die eigenen Web-Projekte zu monetarisieren. Dabei haben wir festgestellt, dass es nicht nur 7 Wege gibt wie es Förderland.de in seinem Beitrag auflistet. Ich habe das Affiliate Marketing als weiteres und sehr erfolgreiches M0dell in den Raum gestellt und möchte heute mal an einem Praxisbeispiel zeigen, wie man dies erfolgreich umsetzen kann.
Als Paradebeispiel aus der Praxis möchte ich zwei Projekte der aha.de Internet GmbH vorstellen und diese ein bisschen beleuchten. Die aha.de Internet GmbH ist eine Firma, die sich auf die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle im Internet spezialisiert hat. Bekannteste Projekte von aha.de sind unter anderem Rabattschlacht.de, ForHer.de und Deals.de.
Affiliate-Marketing am Beispiel von Deals.de und Getestet.de
Uns interessiert heute die Projekte Deals.de und Getestet.de. Denn bei diesen zwei Internet-Angeboten wird voll und ganz auf Affiliate-Marketing gesetzt, ohne dass es dem Nutzer richtig bewusst wird.
Deals.de ist eigentlich nichts anderes als ein Schnäppchen-Blog, die es ja zuhauf im Netz gibt (z.B. Schnäppchenfuchs.com, Abstauben24.de oder Sparspion.com um nur einige zu nennen). Die Struktur errinnert auch stark an einen Blog. Auf Deals.de werden regelmäßig spezielle Schnäppchen aus den Bereichen Elektronik, Unterhaltung, Mode&Schmuck, Haus&Garten, Sport&Freizeit, Drogerie&Bad vorgestellt. Weiter gibt es noch verschiedene Kategorien wie Reisen, Preisvergleich, Gutscheine und die Vorstellungen der einzelnen Shops.
Diese Schnäppchen werden jeweils kurz beschrieben, mit Preis und der prozentualen Preisersparnis und mit einem direkten Link zum Shop versehen. Dieser Link ist dann eben, was das Affiliate-Marketing angeht, das Interessante.
Diese Links sind meiner Vermutung nach Affiliate-Links, das bedeutet, dass Deals.de dann, wenn der Leser auf diesen Link klickt und im Shop auf den er ja dann gelangt einkauft, Provision verdient.
Was für meine Vermutung spricht ist, dass die Links gecloakt sind. Link-Cloaking nennt man die Vorgehensweise, wenn Links die nach aussen gehen für den User unkenntlich gemacht werden. Statt einem normalen Affiliate-Link wie http://clix.superclix…. (bei SuperClix), http://partners.webmaster…. (bei AffiliNet) oder http://ad.zanox….. (bei Zanox) sieht der Link dann wie im folgenden Beispielsformat aus:
http://www.mein-projekt.de/go-to/uVouTZ7t7vUvo87V87Vg
oder
http://www.mein-projekt.de/link/partnershop
Dahinter steht eine Datenbank, die dann den wahren Affiliate-Link “versteckt” aber trotzdem sendet, so dass der weiter gereichte Besucher immer noch als “Empfehlung” gilt und somit zum Umsatz durch Provision beiträgt.
Getestet.de soll ein Web-Angebot sein, das unabhängige Test im Internet anbietet. Noch ist Getestet.de noch ganz neu und wurde erst vor einigen Tagen gestartet. Mit der Unabhängigkeit ist es so ein Thema, diese kann man durchaus anzweifeln. Denn auch hier sind die Links gecloakt, was darauf schließen lässt, dass es sich um Affiliate-Links handelt.
Ein Beispiel ist dieser Test von Online-Apotheken. Hier werden von Getestet.de ausschließlich Apotheken “getestet” die durch hohe Provisionen in verschiedenen Partner-Netzwerken auffallen. Billige Apotheken findet man so bestimmt, doch nicht immer die billigsten und ob es wirklich die besten sind, sei dahin gestellt. Es fehlt mir einfach ein bisschen die Unabhängigkeit bzw. der Beweis dafür.
So wie es beim Apothekenvergleich zu sein scheint, zeigt es sich auch bei allen anderen Vergleichstests die zur Zeit auf Getestet.de verfügbar sind. Es sind zwar nur Vermutungen, aber es spricht alles dafür.
Eine weitere große Firma die nahezu ausschließlich auf das Geschäftsmodell Affiliate-Marketing setzt, ist unter anderen die Unister GmbH in Leipzig. Diese betreiben Online-Portale wie
- ab-in-den-urlaub.de
(Online Reisebüro für Urlaube und Reisen aller Art. Flüge, Hotels, Mietwagen, Ferienhäuser oder Ferienwohnungen sind buchbar) - auto.de
(Portal für Automobilbegeisterte) - preisvergleich.de
(Shopping-Portal für Produkte und Dienstleistungen aller Art)
Ausserdem gibt es verschiedene Preisvergleichs-Seiten oder Preissuchmaschinen die nach dem Prinzip des Affiliate-Marketing ihr Geld verdienen. Dem Besucher wird der Service geboten, Preise verschiedener Shops zu vergleichen um billiger einkaufen zu können. Dort wird meist Geld damit verdient, dass Affiliate-Marketing geschickt und gekonnt eingesetzt wird.
Die Projekte der aha Internet GmbH sollen hier nur symbolisch dargestellt werden und die Beispiele sind nicht irgendwie wertend zu verstehen. Es ging mir lediglich darum meine Gedanken an Beispielen zu verdeutlichen.
Dazu möchte ich aber noch sagen, dass ich mir jetzt hinterher keinen Neid oder Mißgunst nachsagen lasse, denn diese Gefühle gibt es nicht. Diejenigen die so arbeiten verdienen ihr Geld damit und das ist völlig legitim. Auch will ich nicht darauf hingewiesen werden, dass es auch solche Projekte von mir gibt. Das weiß ich und das streite ich auch nicht ab. Ich betätige mich auf diesem Feld seit einiger Zeit und sammle noch viel Erfahrung. Daher sind meine Projekte noch lange nicht so erfolgreich wie die eben vorgestellten und werden es wahrscheinlich auch nie sein.

























Man kann unterschiedliche Ziele im Affiliate-Marketing verfolgen. So beispielsweise die unterschiedlichsten Produkte bewerben, die der Affiliate Markt her gibt, oder man konzentriert sich gezielt auf eine Marke – habe ich bislang erfolgreich getan. Leider hat Google die Adsense Empfehlungen in EU abgeschaltet ;-) und das alternative Affiliate-Programm bei Affili.net zahlt sich nicht aus.
Hi Uwe,
habs mir gleich mal angeschaut. Die Affiliate Links findest Du auf der Redirect-Seite unter “hier”, die dann auf die Zielseite weiterleitet.
Ob das allerdings Affiliate Marketing in Perfektion ist, ist fraglich, denn Produkte die aktuell als Schnäppchen von den Merchants über die Affiliate Plattformen eingestellt werden, haben natürlich auch nur eine begrenzte Lebensdauer. Das bedeutet, dass der Schnäppchen-Affiliate Produkt-Link entweder verschwindet (deaktiviert), oder durch ein anderes Schnäppchen mit dem gleichen Link ersetzt wird. Die Pflege einer Affiliate Produkt-Datenbank kann sehr zeitaufwendig sein – bereits ausreichend Erfahrungen damit gesammelt.
Auf gute Geschäfte ;-)
Steini
Natürlich ist die Lebensdauer begrenzt, man darf aber den Cookie nicht ausser Acht lassen der bei einem Klick ja auf dessen Computer gelegt wird.
Da der meist eine Lebenszeit von 60 Tagen und mehr hat, ist der Provisions-Ertrag auch noch bei einem späteren Einkauf gesichert.
Wenn der User aber in der Zwischenzeit auf einer anderen Seite einen Cookie einsammelt, hat der alte die Gültigkeit verloren und derjenige der den neuen verteilt hat, hat gewonnen. “The last Cookie wins”… ;-)
Dann muß ich mir gleich mal ein Vorrat an Cookies ansammeln. Hoffentlich esse ich sie nicht selbst auf ;-)
Immer wieder interessant zu Erfahren, wie einfallsreich manche Firmen bei der Internetvermarktung sind. Neid ist aber erlaubt denke ich, denn gute Geschäftsideen hätte jeder gerne selber.
Solche Geschäftsideen kann jeder mit ein bisschen Verständnis von WordPress nachmachen… Getestet.de ist auch nur ein Blog auf WordPress-Basis… ;-)