Das ist schon verrückt was dort auf Rabattschlacht.de abgeht. Und es ist auch erstaunlich wie sehr ein neues Projekt der aha.de GmbH die Gemüter der Blogosphäre erhitzt. Grund genug, nach ein paar Tagen sich nochmals die Vorgänge bei rabattschlacht.de sich anzuschauen.
Die auffälligste Verrücktheit ist, daß die Teilnehmer der Rabattschlachten sehr früh, fast schon zu früh, schon zuschlagen. Also der Preis garnicht so tief sinkt, wie ich es erwartet hätte. Da sind teilweise nur Ersparnisse von wenigen Prozent zu den rot durchgestrichenen Richtpreisen. Das verwundert, aber warum ist das so?
- Verstehen die Kunden das Prinzip nicht?
- Ist die Anleitung bei rabattschlacht.de selbst zu schlecht?
Wohl am ehesten beides. Zum einen sind die Bezeichnungen und Beschreibungen auf Rabattschlacht.de irreführend (gewollt?), zum zweiten ist das Prinzip schon ein gutes Stück komplizierter als z.B. bei swoopo.de. Aber um dieses kümmern wir uns in einem zusätzlichen Beitrag.
rabattschlacht.de verdient ja hauptsächlich am Aufdecken des Preises, also genau die -,40€ die als Differenz zwischen Aufdeckgebühr und Höhe der Preissenkung übrig bleibt. Über die Preise der Artikel verdient rabattschlacht.de nur eine Provision, denn die Artikel werden von bekannten Händlern für rabattschlacht.de geblockt und im Auftrag von rabattschlacht.de auch versendet und auch diese Händler rechnen direkt mit dem Kunden ab.
Und da eben die Verkaufspreise recht hoch ausgefallen sind bisher, ist demnach auch die Zeit zum Aufdecken recht wenig, das erklärt bestimmt auch den etwas verhaltenen Blog-Post von Jens Kunath selbst, als er zum ersten Tag von rabattschlacht.de berichtet. Zwar sind die Zahlen nicht gerade aufschlussreich die Herr Kunath da bekannt gibt, lässt aber schon ein wenig einblicken. Zu diesen Zahlen habe ich verschiedene Meinungen gelesen. Zum einen bei Tobias Hieb, dass er weniger verkaufte Produkte vermutet hatte, derselben Meinung bin ich auch. Zum Anderen gab es Beiträge in der Blogosphäre die diese Zahlen in der anderen Richtung anzweifeln, also viel mehr verkaufte Produkte erwartet haben.
“Entscheidend wird sein, wieviele Leute ihre Kontenguthaben auffüllen und regelmäßig an einer Schlacht teilnehmen” schreibt Herr Kunath und lässt damit eventuell tiefer blicken als gewollt.
Der Netzfischer trifft es auf den Punkt mit “Ich zahle 90 Cent und trage nur 50 Cent zur Preisminderung bei? Wenn tatsächlich jeder in derselben (ersten) Minute das Produkt kauft, dann hat ja jeder einen Verlust von 40 Cent gemacht. Das bedeutet, dass das System nur funktionieren kann, wenn mehr Leute reinschauen als kaufen. Mit anderen Worten: in diesem System subventionieren die unschlüssigen Mehrfachzauderer die schnellentschlossenen Sofortkäufer…” auf den Punkt. Somit heisst das für mich, das zumindest in den ersten Tagen für Rabattschlacht noch zu wenig Besucher bzw. zu wenig Preis-Aufdecker mitgemacht haben. Denn auch dieses Konzept funktioniert nur, wenn genügend Traffic vorhanden ist.
Christian Schlenders sieht im Gesamten das Prinzip für riskant und will weiterhin Preisvergleiche nutzen, einen weiteren tollen Beitrag, mit viel Rechnerei über die angebliche Ersparnis bei rabattschlacht.de findet sich bei sebbi.de, der das ganze mal etwas aufgebröselt hat und aufzeigt, dass man woanders meist billiger kauft.
Wir schauen uns das wie immer noch ein weilchen an wie es sich entwickelt.
























