Auch wenn ich kein A-Blogger bin und auch nie sein wollte und mir andere auch die Qualität dazu absprechen, so beobachte ich doch sehr genau was sich so in der Web-Welt tut und wieviel Web 2.0 da heute noch drin ist. Und in meinen 14 Monaten intensiver “Mitgliedschaft” in dem Online-Club 2.0 oder auch Mitmach-Web genannt ist mir doch immer wieder aufgefallen, dass das ganze Thema viel, viel zu hoch bewertet wird und der 2.0-Faktor doch viel geringer ist als man als 2.0-Freak gerne annimmt, denn das Web ist doch nur ein Abbild der wahren Welt und nichts anderes und dort ist mitmachen schon lange out. Nein, ich singe nicht wieder einen Abgesang auf irgendwas, ich versuche die Realität darzustellen.
Wieviel 2.0 ist im Web vorhanden?
Wahrscheinlich viel weniger als man denkt. Nehmen wir dazu mal die Beiträge aus der letzten Zeit vom selbsternannten Godfather of 2.0 und schauen uns die mal etwas genauer an. Denn diese zum Indiz zum aktuellen Ist-Zustand des Web 2.0 zu nehmen ist doch mehr als logisch. Da müssen die Twitter-Jünger vor einigen Tagen zum Einen erschreckend feststellen, dass Twitter, der 2.0-Dienst schlechthin, zum einen seit einigen Monaten an Zuspruch und Zuwachs verliert und zum anderen der vermeintliche Godfather of Twitter Barack Obama nie selbst getwittert hat. Mit diesen Informationen schwanken die Twitter-Jünger zwischen Ohnmacht und gebetsmühlenartigen Durchhalteparolen hin und her, denn das was man monatelang als State of the Art der Zukunft gefeiert hat und alle die es nicht oder in deren Augen auch noch falsch genutzt hat für Hinterwäldler hingestellt hat, das ist doch nicht die Zukunft der Kommunikation. Das ist zwar für mich schon lange klar und ich will auch jetzt nicht auf Beiträge dieses Blogs verweisen die das schon vor Monaten als Aussage hatten.
Dann wird wieder beim oben schon einmal erwähnten 2.0-Blogger feierlich verkündet, dass man nun in Zukunft seine Wetten für Wetten daß…? nun in Zukunft auch ganz zweinullig bei Facebook einreichen kann. Ganz vergessen hat man wohl, dass das ZDF auch über Burger King massiv die Werbetrommel rührt und nach Wetten sucht. Und Burger King ist so ziemlich das einsnulligste Unternehmen neben McDonalds das ich kenne. Auch das Live-Streaming und das Chatten während der Sendung wird hochgelobt, doch sollte man dazu auch bedenken, dass weder Live-Streaming noch der Chat eine 2.0-Erfindung sind und von den öffentlich-rechtlichen Senderanstalten doch nur deshalb angeboten werden weil man erstens von Hause aus schon immer sehr experimentierfreudig war (ausserhalb des Kerngeschäftes TV) und man ja auch irgendwie seine Milliarden ausgeben muss um für die nächste GEZ-Runde ein Argument zu haben.

























Schöner Beweis, dass Du tatsächlich nicht zum A-Blogger taugst :) Selbst Dein Bashing ist noch durchschnittlich ;)