Immer häufiger begegnet man seltsamen Kästchen mit lauter Quadraten drin. Schonmal überlegt was das sein soll? Höchst wahrscheinlich handelt es sich um sogenannte QR-Codes.
Was ist ein QR-Code? und wozu ist dieser gut?
Ein QR-Code ist ein Kästchen in dem Daten gespeichert werden können. Klingt zwar komisch, ist aber so. Das Bild links enthält zum Beispiel die Adresse dieses Blogs.
Wozu braucht man QR-Codes?
In Japan sind QR-Codes der letzte Schrei und sie sind überall anzutreffen, zum Beispiel auf Plakaten, Magazinen und sogar in Reisevisa. In den Feldern werden Daten gespeichert, die mit einem Lesegerät ausgelesen werden können. Theoretisch kann heute jedes Handy mit Kamera und entsprechender Software diese Codes auslesen.
Gründe warum QR-Codes die Zukunft sein werden:
In QR-Codes kann man Daten, wie zum Beispiel Links speichern. In Zeiten in denen Domains immer knapper werden kann es nützlich sein, wenn man lange Internetadressen kurz verpacken kann. Das Magazin Chip nutzt zum Beispiel QR-Codes um lange Adressen zu Software oder Artikeln zu kürzen. Zudem könnte man die Leser oder Benutzer dazu motivieren, die QR-Codes auszulesen, da der ein oder andere vielleicht wissen will, was sich dahinter verbirgt.
Gründe warum QR-Codes nicht die Zukunft sein werden:
Das Auslesen von QR-Codes hat einige Hürden: Der Benutzer muss wissen, was ein QR-Code ist und was man damit machen kann. Alles2null führte eine Twitterumfrage durch und bei einem selbst technikaffinen Publikum wusste mehr als die Hälfte der Teilnehmer nicht, was ein QR-Code ist, geschweige denn wozu dieser gut ist.
Der nächste Punkt ist, dass der Benutzer eine Software zum Auslesen des Codes benötigt. Diese gibts zwar für Handys und Computer kostenlos, jedoch muss man sich die Software beschaffen. Viele werden noch nicht einmal wissen, dass ihr Handy mit QR-Codes etwas anfangen kann. Vielleicht ändert sich dies jedoch mit der Verbreitung von Smartphones, sobald ein QR-Reader bei Neugeräten mitgeliefert wird.
Weiter ist es schwer vorstellbar, was die Benutzer mit den ausgelesenen Daten anfangen. Beispiel: Ich lese auf dem Bahnhof einen Link von einem Plakat. Jetzt habe ich die Adresse dieses Blogs, aber was will ich mit meinem Handy damit anfangen? Die entsprechenden Datentarife für mobiles Surfen sind (noch) nicht verfügbar, sodass auch diese Anwendung sich nicht lohnt.
Eine weitere Frage die sich mir stellt ist, warum sollte man (sofern die Adresse nicht zulang ist, s.o.) die Adresse nicht einfach hinschreiben? So würde man sie sich auch merken.
Last but not least kann man zudem auf einige Vorgänger verweisen. In der legendären Dotcom-Zeit gabs ein Startup was Scanner verkaufte die 2D-Barcodes auslesen sollten. Dieser Firma ist das gleiche Schicksal wiederfahren wie vielen anderen auch. Bei der Firma handelt es sich übrigens um Cuecat.
Was denkt ihr? Werden QR-Codes sich in Deutschland durchsetzen? Wenn ja wann? Welche Vorteile können diese QR-Codes für die Benutzer mitbringen?

























Warum soll sich denn die Benutzung von QR-Codes für Privatleute durchsetzen? Ich habe auch noch nicht gesehen, dass jemand zuhause für URLs, die CD-Sammlung oder ähnliches versucht hat, Barcodes zu verwenden…
Ich konnte die Vorteile eines solchen QR- Codes bislang noch nicht kennen lernen, da ich kein Handy besitze, das diese Funktion unterstützt. Auf manchen Webseiten habe ich solch einen Code bereits schon entdeckt, auf vielen aber noch nicht. Viel häufiger finde ich sie aber in Zeitschriften und Büchern.
So lange ich mich von diesen Codes nicht selbst überzeugen kann, werde ich vorraussichtlich auch selbst keinen auf meinem Blog einsetzen.
Grüße
Julia
Ich hab selbst einen QR-Code-Generator, vielleicht hilft dir das.
Kann man gut benutzen, um jemandem Telefonnummern zu schicken: tel:-URI umwandeln, abscannen, fertig.
Auch wenn Selbstreferenzen stinken, möchte ich an dieser Stelle auf meinen Post Oktober 2008 aufmerksam machen.
Thema: Was ist “Mobile Tagging? – Ein Definitionsversuch”:
http://gedankensolo.wordpress.com/2008/10/02/teil-3-was-ist-moble-tagging-ein-definitionsversuch/
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http://twitter.com/stelten