Wir erinnern uns noch an die Geschichte C&A gegen die-topnews.de oder auch Deutsche Bahn gegen Netzpolitik.org. Grundtenor beider Geschichten war, dass ein Großer einen Kleinen auf juristischem Weg zu irgend etwas zwingen wollte. Ein durchaus legitimes Mittel in unserem Rechtsstaat, wenn es angemessen ist.
Leider ist es oftmals nicht angemessen. Und nun stolpere ich über eine neue Geschichte, die einen erfrischend sachlichen und fairen Charakter hat. Kellog´s und mymuesli.com zeigen wie es anders geht.
Die Vorgeschichte ist ähnlich wie bei den zwei oben genannten Fällen. mymuesli.com hat in seiner Zutaten-Liste genau 4 Zutaten die einen Namen haben der Markenrechtlich Kellog´s, dem großen CornFlakes-Produzent, gehören. Eigentlich müsste passieren was passieren muss und Kellog´s hätte eine Armada von Anwälten, wie es Konzerne eben so tun, einschalten müssen. Haben Sie aber nicht.
mymuesli.com hat aber wohl nur einen mehr oder weniger freundlichen Brief vom großen Bruder Kellog´s bekommen, in dem auf die Markenrechte und eine Verwechslungsgefahr hingewiesen wird. In einem wohl sachlichen Austausch beider Parteien ist man übereins gekommen, dass mymuesli.com seine Zutaten einfach umbenennt. Kellog´s war einverstanden und nun hat man die Namensfindung bei mymuesli.com zur Chefsache gemacht und lässt den einzig wahren Chef, den Kunden, Vorschläge für die neuen Namen der Zutaten einreichen. Feine Sache…
Die ganze Geschichte und die Latte der Namensvorschläge gibt im Müsli Blog.

























Hier ist man sich ja ohne Juristerei einig geworden, bulldrinker, zumindest scheint es so…
@Parkrocker: Ich glaub es war erst die friedliche Einigung da und dann wurde der Blogbeitrag auf mymuesli.com veröffentlicht. Somit kamen die Namensvorschläge auch erst hinterher… ;-)
Sehr schöner Beitrag. Ich frage mich allerdings, ob Kellog´s von den genannten Beispielen abgeschreckt wurde, oder wirklich so entspannt drauf ist.
Gruß
Parkrocker
Es scheint eine typisch deutsche Angewohnheit zu sein aus einer Mücke immer gleich einen Elefanten zu machen und sich gegenseitig mit den Juristenarmeen bekämpfen zu wollen, statt erstmal zu gucken, ob man sich nicht auch ohne einigen kann.