In Zeiten, in denen Social Networks wie Unkraut aus dem Boden sprießen, wird Virales Marketing für Unternehmen und sonstige Werbetreibende immer wichtiger. Aber was versteckt sich eigentlich hinter diesem Begriff?
Früher nutzte man als neu gegründetes Unternehmen Mundpropaganda – der Handwerker von nebenan erzählte Freunden und Bekannten von seiner Tätigkeit, die erzählten es weiter. So wurden Botschaften von Mund zu Mund übertragen.
Heute läuft dies per Internet ab. Statt im persönlichen Gespräch wird die Botschaft in Blogs, Foren oder Social Networks „weltweit“ veröffentlicht. User informieren andere User und schnell verbreitet sich die Botschaft wie ein „Virus“ im Netz.
Das Prinzip ist also dasselbe, lediglich der Ablauf hat sich geändert.
Erinnern wir uns an den VW-Spot mit Horst Schlämmer – ein typisches Beispiel für einen viralen Werbespot. Das Video wurde auf der Videoplattform Youtube veröffentlicht. User schickten es an andere User, die Bekanntheit stieg immer weiter. Jeder schaute es sich an. Erst viel später wurde bekannt, dass es sich um eine geschickte Marketingaktion des Wolfsburger Autobauers handelte.
Unterschieden werden 2 Formen, passives und aktives Virales Marketing. Beim passiven Viral-Marketing wird die Nachricht lediglich durch die Nutzung des Produktes veröffentlicht. Am Beispiel von Youtube aufgezeigt, empfiehlt der User das Videoportal indirekt an andere User weiter, indem er einen Link zum Video versendet.
Im Gegensatz dazu wird der Werbetreibende beim aktiven Viral-Marketing selbst tätig. Bei Youtube wird der User aktiv, indem er z. B. ein eigenes Video direkt einstellt. Auch die Eröffnung einer Gruppe für das eigene Unternehmen in Social Networks, wie Wer-kennt-wen oder Facebook ist aktives Virales Marketing – in einfacher Form.
Wozu brauche ich dann eigentlich eine Marketing-Agentur? – Agenturen bringen die Konzeption in das Virale Marketing. Sie wählen zielgruppen-deckende Social Networks aus oder kreieren virale Spots, die dann in Blogs oder auf Plattformen wie Youtube, Clipfish etc. gezielt veröffentlicht werden. Sie betreiben das Ganze also strategisch effizient für ihre Kunden.
Meiner Meinung nach wird Virales Marketing seinen Platz in den Kommunikationskonzepten immer stärker finden. Gerade in Zeiten bröckelnder Budgets in den Bereichen Marketing und Kommunikation sind wir alle sehr bedacht, günstige Möglichkeiten zu finden, um unsere Botschaften dennoch effizient zu unserer Zielgruppe zu bringen.
Der Handwerker von nebenan wird mir recht geben.
Olaf Podskalsky ist Kfm. für Marketingkommunikation, studiert Wirtschaftswissensschaften an der Uni Mainz und betreibt Podskalsky:Marketing. Er hat sich schon immer für Marketing, Werbung und Online (Web 2.0) interessiert und ist demnach auch viel im Web unterwegs.
Er twittert regelmäßig unter twitter.com/opodskalsky.
























