Die Diskussion über die Nutzung des in Cafés und Kneipen bereitgestellten und oft kostenlosem W-LAN ist aktuell ein weinig im Gange. Hauptsächlich deshalb, weil es viele Zeitgenossen gibt, die diese Angebote schamlos ausnutzen und mit ihrem Notebook stundenlang im Szene-Café um die Ecke sitzen und dabei aus lauter Knausrigkeit nur einen Milchkaffee über den kompletten Aufenthalt zu sich nehmen. Die Café-Betreiber laufen verständlicherweise Sturm gegen die W-LAN-Schmarotzer mit Notebooks.
Erstmals gelesen habe ich davon bei Jürgen auf YuccaTree, bemerkte jetzt aber als ich mehr davon wissen wollte, dass dieses Thema wohl doch eine größere Masse im Netz bewegt, als ich gedacht hatte. Auch in Deutschland scheint das “Problem” zu einem “Problem” zu werden. In Berlin war ein stadtweites kostenloses W-LAN-Netz vorgesehen, das jetzt aber aus technischen Bedenken wieder zu scheitern droht. Wenn es doch noch kommt, wird dies erst recht zu einem Problem der Berliner Kneipenwirte und Café-Betreiber.
Wer als Café oder Kneipe aber schon heute kostenloses W-LAN anbietet, erlebt immer das gleiche Bild: Sie kommen mit ihren Notebooks, bleiben stundenlang und verzehren nur das Nötigste. Doch statt den W-LAN Zugang einfach zu sperren, was ja als Lösung nahe liegen würde, könnte man doch einfach ein bisschen mehr über eine Lösung des “Problems” nachdenken und sich als Kneipenwirt zur “Konkurrenz” mit einem neuen Modell des kostenlosen W-LANs absetzen.
Mein Lösungsvorschlag: Für jedes verzehrte Getränk gibt es 1 Stunde kostenloses W-LAN, falls die genutzte Zeit höher ist als der Verzehr-Umsatz, lässt sich zum Schluss immer noch die Rechnung für den Gast um die Position “W-LAN-Nutzung” erweitern. So bietet das Café weiter kostenloses W-LAN an, schützt sich aber ein wenig vor den W-LAN-Schmarotzern, die mit ihren Notebooks oder ihrem Handy an den kleinen Tischen sitzen und nur da sind um zu surfen oder zu arbeiten.

























Irgendwie wird ja auch doppelt ’schmarotzt’: nicht nur wird minimal konsumiert, es wird auch der Platz über Stunden für die 6-fache Anzahl an Gästen versperrt!
Im Office würden die Jungs einen Kaffee (kostenlos!) nach dem anderen kippen, und hier sind sie doppelt geizig. Kein schöner Zug.
Stimmt, den Aspekt der Tisch-Okkupation hatte ich vergessen…
Kenn das aus DD, dort gab es auchmal WLAN in meinem Lieblingscafe, die haben das dann abgeschaltet.(Nur noch Gäste mit Laptop) Ich hätte es ja auch genutzt, aber so fand ich es eigentlich besser. Will ja nicht die ganze Zeit an arbeit denken müssen und zum Kaffee muss auch nicht unbedingt ein Facebook oder Zanox, den trink ich lieber pur ;)
Ich denke eben, wenn das W-LAN doch einen Betrag kosten würde, wenn man nichtrs verzehrt, dann gibt es sicherlich auch eine “gesundere” Mischung der Gäste. Für Notebook-Kaffee-Trinker ließe sich ja auch ein extra Bereich mit kleineren Tischen schaffen…
Man sollte sich das “Porblem” mal von der anderen Seite anschauen und überlegen wieso diese Schmarotzer sich studenlang in einen mehr oder wenig bequemen Sessel quetschen. Häufig wird ja nicht einfach nur gesurft oder gechattet, es wird auch gearbeitet. Es ist zum Teile eben die vielbeschworene digitale Bohéme welche losgelöst von Bürozwang und Festanstellung wunderbar in den eigenen 4 Wänden arbeiten könnte, die es aber häufig nach draussen in Cafes ö.ä. drängt um sozial nicht zu vereinsamen. Dabei ist, wie oben bemerkt ein Cafe mit Sicherheit nicht der perfekte Ort zum Arbeiten. Viel mehr mangelt es an alternativen Arbeitsräumen. Deshalb mein Apell: Mehr CoWorking Spaces braucht das Land !!! (z.b. Betahaus Berlin, Unperfekthaus Essen, etc …).
@ Mathias: Ich denke so eine Idee wie die CoWorking Spaces ist eine gute, hatte schon einmal davon gehört, allerdings dachte ich immer, in Deutschland gäbe es so etwas nicht. Das war für mich wohl eine Informationslücke… ;-)
Als erste deutsche Anlaufstelle für das Thema bietet sich wohl www.coworking-news.de an …