Heute mal wieder einen Beitrag aus der Kategorie Idee zu verschenken, denn seit einiger Zeit treibt mich und mein Mitblogger und ebenso Ideenhaber Lutz Keller eine Idee um, die wir zwar sehr gut finden, allerdings in Sachen Monetarisierung nicht sehr weit gekommen sind. Es geht um das Thema Drucken und wie man das in der Crowd organisieren könnte. Deshalb eben Crowd Printing.
Das Problem:
Viele Menschen haben zuhause entweder keinen Drucker oder nur einen alten Tintenstrahldrucker, der in der Qualität aber meist zu wünschen übrig lässt. Aber auch diese Mitmenschen wollen das ein oder andere Mal etwas in hoher Qualität drucken, auf einem Laserdrucker ausdrucken oder bestimmte Papier-Arten oder Papierfarben haben. Sie scheuen sich aber den Weg in den Copy-Shop in Angriff zu nehmen, entweder aus Faulheit oder sie wissen garnicht, wo es in ihrer Stadt überhaupt einen Copy-Shop gibt. Ganz zu schweigen von den Menschen, die viele Kilometer fahren müssten um in einen Copy-Shop zu kommen (Das Landleben lässt grüßen) Oder aber man möchte wegen 20 Ausdrucken auf einem rosafarbenen Papier nicht extra 500 Blatt Papier kaufen. Genau hier soll Crowd Printing ansetzen.
Die Lösung bzw. die Idee:
Den Druckauftrag einfach an jemanden anderen vergeben. Das heißt, man lädt die Dokumente die man gedruckt haben will einfach auf ein Portal hoch, vergibt noch die Details zum Druckauftrag wie zum Beispiel Farbe und Stärke des Papiers und natürlich die Anzahl der Ausdrucke. Andere angemeldete User die über die entsprechende Hardware und Papier usw. verfügen, können den Druckauftrag annehmen, das gewünschte ausdrucken und dem Auftraggeber per Post zuschicken.
Die Bezahlung läuft per Paypal bei der Auftragsannahme. Somit ist es für jeden eine Win-Win-Situation. Der Auftraggeber bekommt günstige Ausdrucke ins Haus wie er es gerne haben will und der “Drucker” kann mit seinem Drucker ein paar Cent nebenbei verdienen.
Eventuell könnte man dann ja auch einzelne Copy-Shops mit an das System anschließen die natürlich noch professioneller drucken könnten. Das ganze muss aber als Crowdsourcing-Projekt verstanden werden, denn mit solch kleinen Auflagen kann man kein Geld verdienen sondern das ganze soll nur der Allgemeinheit dienen und nicht auf Gewinn orientiert sein.
Nun bin ich wieder mal gespannt, ob Ihr die Idee ebenso gut findet oder ob ich und Lutz uns da einfach ein Hirngespinst in den Kopf gesetzt haben: Ich hoffe natürlich, dass soweit alles klar beschrieben wurde, wer dennoch Fragen hat, kann diese gerne als Kommentar posten. Ich danke euch jetzt schon für eure konstruktive Kritik.

























Die Idee ist nicht schlecht, aber oftmals ist’s ja auch so, dass man mal was spontan ausgedruckt braucht (z.B. Schüler für den nächsten Tag), da würde der Versand per Post ja definitiv viel zu lange dauern.
Da müsste man das eher regional ordnen (Crowds in meiner Stadt oder sowas in der Art).
Klar, der Aspekt mit dem Datenschutz müsste definitiv geklärt werden, aber ich denke, das wäre rechtlich über eine Art Disclaimer, dem man als User zustimmen muss, möglich.
Also ehrlich gesagt hatten wir an das Thema Datenschutz garnicht gedacht. Ich denke Datenschutz kann man das auch nicht nennen, aber eine gewisse Privatsphäre, die solch eine Idee noch schwieriger umsetzen lässt. Das stimmt…
Aber um das große Geld verdienen gings ja eigentlich nicht, und in sofern bleiben die Preise ja im Rahmen.
Um es mit Preisen eines Copy-Shops zu vergleichen müssen die des Copy-Shops ja noch mit den Kosten der Fahrt dorthin und der Zeit addiert werden.
Aber alles in allem scheint es aus Gründen der Privatsphäre wohl doch nicht so zu klappen. Aber vielleicht hat ja doch jemand interesse daran und will es umsetzen. Viel Spass dabei… ;-)
Die an sich ist nicht schlecht, aber dürfte, wie oben bereits erwähnt am Datenschutz scheitern. Ich würde meine Urlaubsfotos nicht von jemand anderem ausdrucken lassen, vor allem wenn ich keine Kontrolle darüber habe, ob diese Person meine Bilder dann irgendwie verfielfältig oder sonst was damit macht.
Der zweite Punkt sind die Kosten. Seid ihr euch sicher, dass das wirklich billiger wird? Vergesst dabei nicht die Kosten für den Versand, also min. 55 Cent pro Brief. Wenn ich dagegenhalte, dass ein gedrucktes Blatt beim Copy-Shop zwischen 10 und 15 Cent kostet, glaube ich kaum noch, dass sich dieser Dienst für einen Kunden lohnen würde.
Nun, wenn es sich um vertrauliche Dokumente handelt, um private Fotos, dann ist sicherlich eine Community genau das Richtige. Viele Ideen landen einfach nur im Papierkorb – auch diese. Wo bleibt hier denn der Datenschutz? Dann eher einen zentralen Dienst, der Druckjobs ausführt, der vertraulich und diskret die Jobs abwickelt und auch für die Datensicherheit garantiert.
Wär das nicht eine netter Ansatz für ein Post Unternehmen? Ich meine explizit nicht die Post AG, die liefert ja Montags eher spontan.