Nach den neuesten AGOF-Zahlen hat das soziale Netzwerk StudiVZ weiter an Wichtigkeit und Reichweite verloren. Ein Grund ein letztes Mal StudiVZ mit einem Beitrag zu beehren, quasi als Trauergesang auf dem Weg zum Grab.
Seit Monaten verliert StudiVZ erheblich an Besuchern, PI´s und was-weiß-ich, Wer-kennt-wen dagegen hat anscheinend ein Abo auf Steigerungsraten. Die Gründe, warum StudiVZ dem Tode geweiht ist, sind hinlänglich bekannt. Mal hat man die User mit neuen Nutzungsbedingungen erschreckt, dann hat man lange Zeit hochnäsig jede Art von Neuerung abgelehnt und wurde somit steinzeitlich, während die aufkommende Konkurrenz Facebook für die Power-User mit immer mehr Funktionen aufwartete. Nun hat man nach dem Führungswechsel, Riecke ist ja gegangen worden, mal schnell das ein oder andere neue Feature eingebaut, allerdings viel zu spät, der Zug war schon abgefahren.
Warum um alles in der Welt hat Holtzbrinck, der Eigner der VZ´s, nicht verkauft, als es noch Geld dafür gegeben hätte? Warum kam man von seinem hohen Ross nicht herrunter? Warum hat man sich mit europäischen Ablegern verzettelt und den Heimatmarkt vor sich hindarben lassen? Die Liste der Fragen lässt sich problemlos fortsetzen…
Die einzige Antwort die hier gelten kann ist, weil man auf dem hohen Ross saß oder immer noch sitzt. Im Dezember hätte Marc Zuckerberg von Facebook sicherlich noch das ein oder andere Aktienpaket springen lassen für die StudiVZ- und meinVZ-User,
mittlerweile wird er sich das Lachen nicht verkneifen können, wenn er nach Deutschland und dessen Community-Mitglieder gefragt wird. Facebook hat Zuwachsraten in Deutschland, die StudiVZ auch mal hatte, und somit werden die Amerikaner mit ihrer typischen Arroganz, wie sie Amerikaner zumeist haben, nicht einmal mit der Schulter zucken, wenn die Rede von StudiVZ ist.
Müsste man nicht, wenn man weiß man kann eh nix mehr reissen, einen solchen defizitären Schuppen zu machen? Und dann zusätzlich mit einem Schild versehen: “Wegen Dilettantismus geschlossen”
Martin Weigert von Netzwertig.com wollte wie ich so gerne über die Übernahme von StudiVZ durch Facebook bloggen, ich hatte wochenlang einen vorgefertigten Beitrag gespeichert, der nur noch mit Fakten hätte aufgefüllt werden müssen. Dieser ist mittlerweile gelöscht, auch Martin glaubt nicht mehr an eine Übernahme.
Doch was macht man wirklich mit StudiVZ wenn der Abstieg so weiter geht? Effektiv wird dort kein Geld verdient, also gibt es eigentlich keine Gründe, den Laden weiter zu betreiben, kostet er doch im laufenden Betrieb zu viel.
Ergo ergeben sich nur zwei Möglichkeiten für die Zukunft:
- StudiVZ wird für nen Appel und nen Ei an irgendein Flur- und Wiesen-Netzwerk verschachert, so könnte man eventuell noch ein bisschen die Kosten decken. Oder
- Es wird schlicht und ergreifend abgeschaltet.
Nur dann liebe VZ´ler seid dann so nett und macht es mit Stil. Verabschiedet euch und lasst den Usern ihre Zeit aus der Community auszuziehen. Perfekt würdet ihr es machen, wenn man seine Daten exportieren könnte… Das hätte dann Größe.
Für die VZ-User wäre ein Umzug zu Facebook gar kein Problem, besteht doch immer noch ein bisschen Ähnlichkeit zwischen den zwei Netzwerken, auch wenn Facebook sich seit Jahren weiter entwickelt und StudiVZ stehen geblieben ist.
So, das war nun wohl der letzte Beitrag zum Thema StudiVZ, widmen wir uns anderen (wichtigeren) Dingen…

























aha, aber Facebook verdient Geld oder watt? Facebook ist auf dem Wachstumskurs ohne zu wissen, wie man sich Refinanzieren soll. Nach dem Motto, “Erst mal wachsen, dann schauen wir weiter …”es ist erfreulich, dass die Deutschen sich erst die Gedanken der Refinanzierung machen.
Die VZ Gruppen werden weiter wachsen und Marktführer bleiben, wenn die Manager endlich aufwachen und die VZ Gruppen weiter Entwickeln würden. Die Zahlen von WKW sollte man nicht nur mit StudiVZ vergleichen, sondern mit alle drei VZ Communities. Ansonsten ist eine Vergleichbarkeit der Communities untereinander nicht gegeben.
Dann häng doch einfach ein Ltd. dran, dann ist es vielleicht klarer :-)
Zur Begriffsklärung sei vielleicht noch gesagt, dass wenn ich StudiVZ schreibe, nicht immer das Netzwerk StudiVZ gemeint ist.
Ab und an kann dann durchaus die Firma dahinter gemeint sein. Diese heisst auch StudiVZ und betreibt eben die Netzwerke StudiVZ, meinVZ und schuelerVZ…
Jo, der Beitrag ist Quatsch. Es gibt viele die bei SchuelerVZ und StudiVZ gleichzeitig sind aber nicht bei StudiVZ+MeinVZ weil es ja die gleiche Plattform/Gruppen usw sind.
Fazit: Holtzbrinck hat mit der Diversifizierung in meinvz/studivz/schuelervz genau das richtige gemacht und bleibt Marktführer.
Gefahr würde wenn dann von wer-kennt-wen kommen aber da haben sie ja auch schon doppelt so viele Nutzer insgesamt gesehen.
@ Horatiorama: Ist es eine Glosse? und hat sie, wenn es eine ist, Polemik? ;-)
Ich will es so ausdrücken: Nicht alles was aus Amerika kommt, ist gut… (Weiser Spruch meines Vaters)
Gehört dein antiamerikanischer Seitenhieb zur Polemik deiner Glosse oder meinst du das so, wie du das sagst?
In wer-kennt-wen sehe ich auch nicht viel Inhalt, aber dort wurde ja zusätzlich noch eine ganz andere Zielgruppe erreicht. Nämlich die nicht so internetaffinen Menschen und die meisten Leute, die jeden Tag herumsurfen melden sich einfach an, weil es was neues ist. Machen tun sie aber relativ wenig. Denke allgemein, dass der Hype um die ganzen sozialen Netzwerken etwas herunter geht. Aber wir werden sehen, wie es weitergeht.
Dafür hat studivz im Gegensatz zu wer-kennt-wen irgendwie Inhalt. Dort sieht man in Gästebüchern immer nur vorgefertigte kopierte Nachrichten. Wirkt auch nicht so Dolle ;)
Bin dennoch mal gespannt wie es ausgeht ;)
Lieber Chris, mit falscher Mail und wohl auch falschem Namen (normalerweise lösche ich solch einen Spam, aber deiner ist ja ausnahmsweise mal mit Inhalt versehen).
Du glaubst doch wirklich nicht, dass jeder User nur 1 Profil in den VZ´s hat? Ich geh mal von mind 30% aus, die mehrere Profile auf der gleichen Plattform oder eben auf einem anderen VZ haben. Somit verringert sich die Zahl um weitere Millionen.
Und dass StudiVZ das zeitliche gesegnet hat, ist keine Erfindung von mir… Das liest man schon ab und an in Blogs oder Online-Magazinen…
PS: Na hoffentlich halten sich auch alle User an deine Umzugspläne… ;-)
Wieder eine absolut falsche Interpretation der Zahlen. studiVZ verliert Reichweite, weil die Strategie der Plattform so aussieht, die user zu meinVZ zu kriegen. Es gibt daher auch eine Umzugsfunktion von studiVZ zu meinVZ (das erklärt die schwindende Reichweite). MeinVZ hat bei den neuen AGOF-Zahlen 3,2 Mio Unique User, die man mit studiVZ addieren muss, da es faktisch eine einzige Plattform ist (Doppeluser sind ausgeschlosen, als meinVZ’ler sehe ich das komplette studiVZ und umgekehrt). Man sieht also, das das die Netzwerke weitaus größer sind, als WKW und lange nicht auf dem absteigenden Ast.
PS: Es gibt in D nur 2 Mio Studenten, die sind alle da, der Rest soll zu meinVZ.