Youtube und GEMA haben sich miteinander verständigt, den deutschen Musik-Fan zu verärgern, und zwar heftig. Denn die GEMA und Youtube haben es monatelang nicht geschafft sich zu einigen, wieviel Geld das Abspielen eines Songs auf Youtube kosten soll bzw. darf, oder noch präziser gesagt: Die GEMA verlangt pro gespielten Song weitaus mehr als Youtube bereit ist zu zahlen. Dieser Streit schwelt schon seit dem Start von Youtube in Deutschland, die bis gestern geltende Vereinbarung war nur ein Kompromiss bis man sich endgültig einigt. Das ist ja wohl nicht geschehen. Nach Großbritannien ist Youtube nun auch ohne Musikvideos in Deutschland.
Aus diesem Grund hat Youtube gestern Abend damit begonnen, alle Musikstücke der Künstler die direkt oder indirekt unter Vertrag mit den Major-Labels Universal, EMI und Sony sind, vom Netz zu nehmen. Zuerst die von den Labels selbst eingestellte, nach und nach sollen aber auch die von den Usern hochgeladenen Musikvideos verschwinden. Für die Zukunft kann dies eventuell ein Kampf gegen Windmühlen sein.
Man muss vorweg sagen, dass die GEMA prinzipiell eine gute Institution ist, sorgt sie doch dafür, dass die Musik-Künstler Geld dafür bekommen, wenn ihre Musik gespielt wird. So muss auch wirklich jeder GEMA zahlen, der Musik mehr oder weniger öffentlich spielt: Radio-Sender, Kaufhäuser und Einzelhandelsgeschäfte, Kneipen, Diskotheken, TV-Sender und so weiter und so fort. Im Idealfall bekommen dann auch die Künstler deren Song gespielt wurde auch dementsprechend ihren Anteil, nach Abzug der Gebühren und Selbstkosten der GEMA.
Auf Wikipedia liest man zur GEMA folgendes:
Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) ist eine Verwertungsgesellschaft, die in Deutschland (Hauptsitz Berlin) die Aufführungs- und Vervielfältigungsrechte von denjenigen Komponisten, Textdichtern und Verlegern von Musikwerken vertritt, die in ihr Mitglied sind.
Und genau hier ist der Hund begraben: “…, die in ihr Mitglied sind.”
Bei Holger Schmidt (Netzökonom der FAZ) liest man dazu folgendes:
„Gema repräsentiert nicht mehr 100 Prozent des Repertoires in Deutschland. Obwohl wir die Gema wiederholt gebeten haben, uns ihr aktuelles Repertoire mitzuteilen, hat die Gema dies bisher nicht getan. Damit erwartet die Gema, dass Youtube für etwas zahlt, ohne dies genau zu kennen. Daher haben wir keine Wahl als den Zugriff auf die Musik dieser Labels für deutsche Youtube-Nutzer zu sperren“, sagte Patrick Walker, Youtube-Direktor für Videopartnerschaften in Europa.
Wenn alerdings morgen das Landgericht München für die Forderung der Klägerin Barbara Clear entscheidet, kann es durchaus sein, dass auf Youtube schneller wieder alle gesperrten Musikvideos frei abspielbar sind als der GEMA lieb ist.
Weitere Links zum Thema: Google Produkt-Kompass, Spiegel Online, Zweipunktnull.org, UPLOAD, Tagesschau.de, Yokomono, Netzwertig

























Eines Frage stelle ich mich wirklich, weshalb nutzt Google (Youtube) nicht Barbera Clears Prozess mit der GEMA und unterstützt ihre mutige Initiative vor Gericht? Denn letztlich haben sie in vielen Bereichen die selben Interessen. Wie viele andere Kleinbühnenbesitzer, Lokalbesitzer, ect auch. Es geht ja nicht nur ausschließlich um das Geld, sondern auch um die Verteilung und Verwendung und die Transparenz.
Man lässt ihr das volle finanzielle Risiko eines Prozesse tragen und profitiert im Falles eines Sieges.
Die Wahrscheinlichkeit gegen die GEMA was zu erreichen, wächst je mehr Kläger (auch große die hohe GEMA Gebühren berappen) sich anschließen.
Youtube hat sicher richtig gehandelt alle GEMA pflichtigen Beiträge zu blocken, das setzt die Herrn der GEMA unter Druck. Sicher hat Youtube bislang nicht so viel berappt, dennoch ist dabei auch ein stattliches Sümmchen zusammengekommen der der GEMA genau den 3000 willkürlich davon profitierenden Künstlern nun fehlt. Es ist aller hand, daß es hier bislang keine rechtliche handhabe gibt zu sehen, wo das gezahlten Geld nun wirklich hinfließt. Jeder Verein muss darüber Rechenschaft ablegen, die GEMA nicht. Auch die Rechtmäßigkeit der Knebelverträge ist mehr als fraglich.
wenn du die GEMA und ihre dummheit hasst, leg sie doch einfach mal ein paar Wochen/ monate lahm. das ist ziemlich einfach und wird dir eine menge spass bereiten. gemäß § 10 des Urh WG sind die GEMA-Mitarbeiter VERPFLICHTET dir auskunft zu erteilen, welcher Song und welcher Interpret von der GEMA vertreten wird und welcher nicht. stell deine anfrage in vorbereitung auf eine MÖGLICHE ÖFFENTLICHE party. du möchtest natürlich nur sicher gehen, dass alles korrekt ist. die anfrage stellst du, weil die GEMA recherche auf der website leider nur auszüge anbietet. du möchtest nämlich aufgrund der GEMA Auskunft entscheiden, welche songs du spielen wirst und welche nicht. ;) dann sendest du eine 20 seitenlange titel und interpretenliste, am besten auf karopapier ausgedruckt per post, an die bezirksdirektion, die für deinen wohnort zuständig ist oder für geizige: eine mail mit dem anhang als unveränderbares pdf. so müssen die damen und herren nämlich alle songs u.s.w. von hand in ihren rechner hauen. und bei tausenden von titeln kann das dauern…. diesen tipp gibst du noch allen deinen freunden und die ihren freunden und dann kümmert sich da bald keiner mehr um was anderes. als mögliche titellisten eignen sich die playlists von internetradios übrigens. aber wichtig!! es muss per post oder wenigstens als unveränderbare pdf versendet werden.
die GEMA ist und bleibt ein scheiß Verein. es war nie anders.