Hach, was ist das für eine wunderbare aber verrückte Web 2.0-Welt. Man könnte momentan ohne Probleme einen eigenen Blog an den Start bringen, der sich ausschlieslich und exklusiv nur um das Thema StudiVZ, meinVZ und/oder SchuelerVZ kümmert.
Man hätte Leser ohne Ende, denn die VZ-Hasser und die VZ-Freaks wären dir und deinem Blog treu und würden jede Neuigkeit süchtig aufsaugen und kommentieren. Auf der anderen Seite hätte man Themen ohne Ende, denn wenn die VZ´ler oder Holtzbrinck mal keine Meldung zum Thema haben, die IVW, andere Blogs und/oder die Kollegen der schreibenden Zunft mit Gehalt haben bestimmt eine Meldung. Völlig egal ob positiv oder negativ, hauptsache Meldung. Keiner der Blogger-Rohstoffe würde versiegen. Wunderbares StudiVZ-Blogger-Schlaraffenland.
Ja wo fängt man da nur an, wenn man mal ein paar Tage die Nachrichten und Neuigkeiten zu StudiVZ&Co links liegen lässt, weil man sich wichtigeren Dingen zuwendet?
Da wäre zum Beispiel die Meldung beim Netzökonomen, dass United Internet (Betreiber von Web.de und GMX) versucht hatte StudiVZ, zumindest Teile davon, von Holtzbrinck zu übernehmen. “Die unendliche StudiVZ-Saga” hätte eine weitere nette Geschichte, meint Holger Schmidt, der dieses mal nicht ganz als Insider über das Thema berichtet. War er doch bisher immer der allererste der über News aus dem Hause StudiVZ berichten konnte, oft auch mit gewissem Insider-Wissen. Sieht wohl ganz so aus, als ob mit Marcus Riecke die Informationsquelle mitgegangen ist.
Doch was ist geschehen? Schon im Sommer diesen Jahres hat Holtzbrinck direkt mit Facebook über StudiVZ verhandelt, das Ergebnis war keins, dann verklagte Facebook StudiVZ weil die irgendwie geklaut hatten, haben sie ja auch. Verhandlungen gescheitert, Klage am Hals, was tun? Da kam United Internet daher, die sind ja eh immer öfter auf der Suche nach Nutzer/Leser und Fans. Hätte ja bestens zusammen gepasst, StudiVZ hat den Traffic und United Internet den Power dahinter. Dann hat aber wohl Holtzbrinck kalte Füsse bekommen und hat die Verhandlungen zu einem weit fortgeschrittenem Zeitpunkt für beendet erklärt. Aha.
Ja die Holtzbrincks meinen wirklich man bekäme für StudiVZ noch mehrere 100 Millionen Euro. Das wollte United Internet bestimmt nicht zahlen. So langsam gehen alle potentiellen Käufer aus. Facebook klagt lieber, United Internet schaut sich anderweitig um… Und jetzt?
Weitere Links zu diesem Thema: Basic Thinking, deutsche-startups.de,
Und was lesen wir als nächtes? StudiVZ ist das am meisten gehasste Startup, das hat zumindest ethority, eine Social-Marketing-Agentur, im Auftrag von Meedia festgestellt. Aha seigt jetzt der geneigte Leser, sag ich: Wusste ich schon. ;-) Nein im Ernst.
Ethority ist hergegangen und hat in den Monaten September und Oktober 2008 in der Blogosphäre die Meinungen gescannt und damit 17.000 Beiträge durchsucht. Dabei wurde dann festgestellt, dass StudiVZ zwar am häufigsten genannt wird, aber auch das schlechteste Image hat. Und zwar mit Abstand. Hier die zwei Diagramme, die das belegen sollen:

Die ganze Geschichte bei Netzwertig.com und Meedia – Alexander Becker
Morgen gibts dann “Der Tragik-Komödie zweiter Teil”
























