Da lese ich doch heute morgen zwei Dinge, die sich irgendwie wiedersprechen und irgendwie auch doch nicht. Auf Basic Thinking wird eine Meinungsforschung der iStrategyLabs näher beleuchtet, die herausgefunden haben will, dass der Anteil der Studenten bei Facebook sich um 21,7% verringert hat. Gleichzeitig meldeten sich auch 16,5% der Schüler dauerhaft ab. Beobachtungszeitraum war zwischen Januar und Juli 2009.
Gleichzeitig berichtet Spiegel Online, daß mittlerweile 71% der 7-10 Jährigen regelmässig im Internet surfen, ab dem Alter von 11 Jahren soll es praktisch jedes Kind sein.
Eigentlich wiedersprechen sich die Zahlen nicht sondern sie ergänzen sich meiner Meinung nach sogar. Während Spiegel Online Kinder und Jugendliche anspricht die lediglich im Netz unterwegs sind (also wohl passiv konsumieren), beleuchtet Basic Thinking mit Facebook das Web 2.0.
Hat die Jugend also genug von Communities und Web 2.0? Oder ist die USA uns wieder weit vorraus?
Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus vielen Gründen. Die Zahlen die Spiegel Online veröffentlicht betreffen Deutschland, die von iStrategyLabs die USA. Das würde also bedeuten, dass Communities ihren Zenith überschritten haben.
Gründe für diese Entwicklung gibt es viele, viele davon auch bei Basic Thinking als Kommentar beim Beitrag. Zum einen gehe ich davon aus, dass viele User mehrere Profile und Accounts bei verschiedenen Social Networks haben und in den USA einfach eine Konsolidierung stattfindet. Der User keine Lust mehr hat, in mehreren Networks seine Profile aktuell zu halten.
Ein weiterer Grund kann meines Erachtens sein, daß es dem User oftmals zu viel und zu umfangreich wird. Facebook als Beispiel verkompliziert sich ganz erheblich und das jeden Tag, ich denke daß dies nicht im Sinne von jedem Nutzer ist. Viele werden dadurch auch zurück schrecken und sich dann abmelden und das Netzwerken wieder nach althergebrachter Art im realen Leben machen.
Auch ich hatte früher etliche Profile und Accounts in vielen Netzwerken, unter anderem bei den Lokalisten, meinVZ (früher StudiVZ, bei wer-kennt-wen, Facebook und Xing, mittlerweile nutze ich aber kaum noch eines oder habe mich komplett abgemeldet, obwohl ich jetzt in meinem Alter nicht unbedingt in die Gruppe der Kinder und Jugendliche gehöre. Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr auch viele Accounts? Pflegt ihr alle Profile regelmässig? Werden es mehr oder weniger Profile in Sozialen Netzwerken?

























tja, die Verfechter des Web Ichs haben sich wohl geirrt, Kontrapositionisten wohl auch.
Wenn das so weiter geht ist die Generation Web2.0 bald ausgestorben :)
Ganz ehrlich, ich verstehe sehr wohl wenn einem das zu viel wird, mit diesen vielen Networks.
Beruflich nutze ich Xing (für die deutschen Kontakte) und LinkedIn für die internationalen. Beide Profile sind natürlich identisch, bis auf den Umstand das ich bei LinkedIn die Möglichkeit nutze mehrsprachige Profile zu verwalten (Englisch + Deutsch).
Privat setze ich einzig und allein auf Facebook und fahre damit gut. Regelmäßiger Kontent kommt durch die Synchronisation mit Twitter. Alle anderen privaten Netzwerke (die du schon genannt hast) meide ich, weil sowieso nicht relevant und technisch vollkommen veraltet, auch wenn dort sicherlich mehr Freunde anzutreffen wären. Ich warte dann lieber auf die Konsolidierung und hoffe auf die richtigen Pferde gesetzt zu haben ;-D