Google ist es gewohnt, dass sämtliche Google-Produkte die auf den Markt geworfen werden reisenden Absatz finden und die treue Google-Gemeinde weiter stetig wächst.
Ob Google-Mail, AdSense, Google Analytics, Blogger usw., die Liste könnte man unendlich verlängern. Allerdings gibt es jetzt eine Situation, die hat sich bei Google keiner ausgemelt: Niemand will mit dem Google-eigenen und doch Open Source Browser Chrome surfen. Schon die Ankündigung für Google Chrome von Google und das weltweite Medienrauschen lies vermuten, dass dies das Ende des freien Internets war. Aber es kam alles anders. Google Chrome liegt wie Blei in den virtuellen Regalen und keiner schlägt zu. Das stellt Google vor ganz neue Herausforderungen. Erstmals muss ein Produkt aktiv vertrieben werden.
Wenn ich einmal die Zahlen aus Google Analytics für Alles2null.de nehme, dann erkennt man, dass der Anteil der Chrome-User aktuell nur 2,84 ausmachen. Firefox mit 49,0% und Internet Explorer mit 40.8% führen die Liste natürlich an.
Der Umstand, dass der eigentlich erwartete Erfolg von Google Chrome völlig ausbleibt, stellt Google vor das Problem, dass das Produkt aktiv am Markt platziert werden muss und Google hat sich dafür die PC-Hersteller ausgesucht und will erreichen, dass diese ab Anfang nächstes Jahr Google Chrome auf ihren PC-Systemen vorinstallieren. Doch erstens einmal dürfte das ein teures Unterfangen sein, denn Auf diesem Feld sind auch Microsoft mit ihrem Internet Explorer und Mozilla mit dem sehr erfolgreichen Firefox tätig. Die Chance als dritter Browser-Lieferant auf diese Systeme zu kommen, ist recht gering. Müsste also die Sprache des Geldes gesprochen werden.
Da aber wie gesagt auch Microsoft neben den jeweiligen Betriebssystemen auch den Internet Explorer auf die Festplatten kopieren darf, wird es zu einer Preisschlacht ausarten und es entscheidet sich dann über die Länge des Atems und der Größe der Kriegskasse, wer auf den Systemen der PC-Bauer kommt.
Weierführende Links: GoogleWatchBlog, PC Welt, HT4U

























Ich laufe heute noch Amok, wann immer ich einen öffentlichen Computer benutze und “nur die eine Wahl” habe. Vor allem auf den Unis verstehe ich das gar nicht, aber ich werde sie wohl auch nicht mehr bekehren. ;-)
Du und ich wissen das und werden den schlechteren Browser austauschen.
Leider in dem Fall nur du, denn ich bin einer der wenigen Chrome-User und sogar ein sehr begeisterter. Nur Chrome bietet mir Features die mir sonst keiner bietet.
Aber zurück zum Thema:
Das Ding an der Sache ist, dass immer noch geschätzte 70% der Computer-Nutzer (die du Endverbraucher nennst) einfach die Software weiternutzen die auf ihrem Rechner vorinstalliert war. Die scheren sich nicht darum was oder von wem es ist. Deshalb ist auch der Anteil der IE-Nutzer so hoch (hauptsächlich auf PC´s von Arbeitgebern und PC- und Internet-Nutzer die eine sehr eingeschränkte Ahnung von allem haben was sie da eigentlich machen).
Ausserdem ist es ja auch schön einfach, das vorgefertigte einfach zu konsumieren.
Und genau aus diesem Grund ist das der Schlüssel für die Browser-Lieferanten. Wer vorinstalliert ist, hat automatisch Millionen von Nutzern. Und das ist viel Geld wert.
Alles schön und gut – die können mir Chrom sooft sie wollen vorinstallieren – gottlob bin ich als Endverbraucher (normalerweise) schlau genug und hole mir den Fuchs. Und falls ich mit dieser Ansicht nicht alleine bin, wird es auch nichts bringen, Chrome überall vorzuinstallieren. Ist doch mit Explorer nicht viel anders, oder? Und ich frage mich sowieso, wer die 40% Explorer-User sind. Schulen? Büros? Unis?
@ Carino: Das Problem für Google ist hier nicht im Netz sondern in der wahren Welt, denn das erste Mal in der Google-Geschichte muss ein Google-Produkt aktiv verkauft werden. Und da haben die keinerlei Erfahrung.
@ Sebastian: So denk ich auch, das wollte ich unter anderem ja auch vor Augen führen.
@ Michael: Natürlich ist mein Blog nicht Benchmark-fähig, hab ich ja auch nie behauptet sondern nur als Beispiel angeführt. Sag blos deine Seite ist Benchmarkfähig?
Ich sehe die Besucher deines Blogs nicht als Benchmark-fähig an. Woanders las ich von 0.8 %
Die Gewinner sind die Hersteller der PC-Systeme, die sich an der Preisschlacht eine goldene Nase verdienen werden.
Ich vermute, das liegt am Lizensierungskonzept, dem “nach Hause telefonieren” und der Tatsache, dass es noch keine Widgets gibt (fing bei FF aber auch nicht anders an).
Bei kleinen Unternehmen kräht da kein Hahn nach, wenn aber Google mit seiner Machtsstellung voranschreitet und personalifizierte Daten für ihre Suchalgorhytmen ausspäht, warnen die Datenschützer, zurecht.
Google hat vergessen, dass alle Sufer, die auf FF und Opera eingeschossen sind, die einzigen sind die sich bisschen mehr mit der Materie auseinandersetzen wie die IE Surfer und das ist Googles Zielgruppe (zunächst). Klar ist, dass Google hier noch einiges entschärfen muss.
Finde der Artikel ist total überzogen. Und wenn du selbst sagst #3, dass der Anteil schonmal bei 10% lag, dann siehst du, wie viele potentielle Nutzer das sind.
Chrome ist BETA. Chrome ist zwar superschnell, aber es fehlen eben noch diverse Kernfunktionen, die ein Browser haben muss, damit man ihn für alles benutzen kann.
Ich denke im nächsten Jahr wird sich das nochmal deutlich ändern..
Leider bekommt Google mit Chrome fast nur schlechte Presse, was meiner Meinung nach ungerechtfertigt ist.
Bestimmt hat sich Google selbst aber viel höhere Ziele gesetzt und bei Google ging man wahrscheinlich davon aus, man könne mal ganz flott die Browser-Welt umkrempeln. Ausserdem sahen die Zahlen ja auch schon mal anders aus, da war der Anteil bei nahezu 10%…
2% Marktanteil innerhalb von drei Monaten ist gar nicht so schlecht. Damit werden die Entwickler in der jetzigen Beta-Test-Phase genug zu tun haben. Irgendwann ist die Beta-Test-Phase abgeschlossen und dann wird Google den Browser vermutlich wieder mehr pushen (Hinweis und Link auf google.com, .de etc platzieren). Der Marktanteil wird also erst nächstes Jahr erst signifikant steigen.
Jap, glaube das war einfach ein Schnellschuss von Google, man brauch nunmal seine Zeit zum Enwickeln, wie die anderen Browser gezeigt haben.