Heute veröffentlichte brands4friends im eigenen Blog eine Stellungnahme zu den “Gerüchten” gefälschte Abercrombie&Fitch Kleidungsstücke verkauft zu haben. Ich bringe hier mal das Interview mit Gründer & Geschäftsführer, Christian Heitmeyer das in brands4friends-Blog gepostet wurde (ich gehe einfach mal von dem Einverständnis aus):
Christian, du hegst mittlerweile Zweifel an der Echtheit der Ware von Abercrombie & Fitch?
Wir sind seit über einem Jahr am Markt, haben 1,1 Millionen Mitglieder und bieten Trendmarken zum Freundschaftspreis an. Mit den meisten unserer 200 Markenangebote unterhalten wir mittlerweile direkte Kooperationen. Wir haben in der Vergangenheit im Zweifelsfall stets die Echtheit der von uns angebotenen Ware nachweisen können. Jetzt ist ein Fall eingetreten, der sich nicht zweifelsfrei belegen lässt. Wir müssen heute davon ausgehen, dass die Ware nicht echt ist und unser Lieferant betrogen wurde.
Woher kam die Ware?
Abercrombie & Fitch ist bislang nur in den USA sowie in einem Flagship-Store in London vertreten. Kunden aus Deutschland kamen bislang nur auf diesem Weg zu den Produkten. Eine direkte Kooperation zwischen brands4friends.de und Abercrombie & Fitch gibt es noch nicht. In diesen seltenen Fällen greifen wir auf Zwischenhändler zurück, die einen soliden Ruf genießen. In diesem Fall bezogen wir die Ware von der Firma Kembel Fashion AG, einem großen europäischen Textilhändler. Er bürgte auch für die Echtheit der Ware und garantierte uns, dass der Posten nachweislich aus Überbeständen des Flagship-Stores in London stammte.
Wie kam der Zweifel an der Echtheit auf?
Abercrombie & Fitch verfolgt eine sehr rigide Distributionspolitik und reagierte auf die erste, nicht eigens initiierte, Verkaufsaktion ihrer Produkte in Deutschland mit dem Vorwurf, es handele sich um gefälschte Ware. Dies belegt mit kurzen Stellungnahmen zu über Testkäufe erworbene Ware von ihrem Brand-Protection Department.
Warum kommen die Zweifel erst jetzt auf?
Zunächst hatten wir sehr glaubhafte Echtheitsgarantien unseres seriösen Lieferanten, denen wir vertraut haben. Die Analyse von Abercrombie zu den Waren liegt uns erst wenige Tage vor. Wir haben sofort gehandelt und Nachforschungen angestellt, als uns konkrete Anhaltspunkte von Abercrombie und deren Umfeld vorlagen. Das ist erst jetzt der Fall.
Und handelt es sich um gefälschte Ware?
Wir haben parallel auf unterschiedlichen Wegen Nachforschungen angestellt und dabei unterschiedliche Aussagen erhalten. Bislang lässt sich noch kein abschließendes Urteil fällen. Entscheidend für uns ist aber, dass es Zweifel gibt, die uns heute davon ausgehen lassen, dass die Ware nicht echt ist und unser Lieferant betrogen wurde.
Wieso wurde die Aktion bereits im August angekündigt und dann wieder verschoben?
Die Aktion wurde aus einem einfachen Grund verschoben: Die Ware hatte unser Lager noch nicht erreicht und wir konnten für eine zeitnahe Lieferung nicht garantieren. Daher mussten wir warten, bis die Ware da war.
Und wie geht brands4friends nun vor?
Wir haben als erstes alle betroffenen Kunden umfassend über den Vorgang informiert. Die Kunden können die Ware ohne weitere Kosten und bei voller Erstattung des Kaufpreises, auch über die vorgeschriebenen 14 Tage Rückgaberecht hinaus, zurückschicken. Zum Schutz unserer Käufer werden wir gemeinsam mit unseren Partnern und parallel zu Abercrombie & Fitch gegen die Personen vorgehen, die unseren Lieferanten betrogen und uns in diese missliche Lage gebracht haben.
Wie hoch ist der Schaden?
Der materielle Schaden lässt sich noch nicht abschätzen. Die Angelegenheit ist bedauerlich. Wir werden unsere Exklusiv-Kooperationen mit international angesagten Markenherstellern weiter ausbauen und bleiben bei unserem Leistungsversprechen, die Trendmarken zuerst nach Deutschland zu holen und exklusive Original-Markenware zum Freundschaftspreis anzubieten.
Bei bislang über 200 durchgeführten Aktionen ist dies der erste derartige Fall. Dennoch werden wir unsere interne Brand-Protection zukünftig noch weiter intensivieren, um unsere Kunden weiterhin und noch besser zu schützen. Unsere Kunden vertrauen uns, dieser Verantwortung sind wir uns bewusst und tun weiterhin alles, damit dies der erste und einzige Fall bleibt.
Die Flucht nach vorne ist meist das Beste. Ob es noch reicht das Vertrauen der Mitglieder zu bewahren? Oder ist es schon zu spät? Oft ist es ja nur ein Stein der eine Lawine zum Rollen bringt. Wir beobachten weiter…
























