Bernbeuern, 2290 Einwohner, natürlich CSU-regiert, 707.000 Euro Steuereinnahmen, 676 sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse am Ort, gelegen im schönen Oberbayern im Landkreis Weilheim-Schongau.
Alles nix besonderes, alles irgendwie typisch Dorf. Willkommen in der oberbayerischen Provinz, willkommen in einem Dorf. In einem Dorf das das erste Dorf in Bayern ist, das durch öffentliche Mittel an das UMTS-Netz angeschlossen wurde. Realisiert hat dies neben Steuergeldern aus Bayern, dem Bund und der EU auch die Firma Vodafone, die den Zuschlag erhielt, die Technik zu installieren und das Netz zu betreiben.
Manche denken sich jetzt, was will der denn am Samstag mit solch einer provinziellen Geschichte. Ja, das weiß ich auch nicht so recht, aber irgendwie fand ich das dann doch irgendwie spannend.
Bernbeuren liegt irgendwo auf halbem Weg zwischen München und dem Bodensee, irgendwo in der Provinz eben. Die Autobahn ist fern, die Datenautobahn war bisher noch viel ferner. Doch dies hat nun ein Ende, denn vor einigen Tagen wurde feierlich das erste öffentlich geförderte UMTS-Netz Bayerns eingeweiht. So haben nun alle Haushalte in Bernbeuren das schnelle UMTS von Vodafone statt von der Telekom. Den Blaubeurenern dürfte es egal sein über welchen Internet-Anbieter sie ins Netz gehen, die Hauptsache ist dabei, dass es in Bernbeuren nun überhaupt eine schnelle Datenautobahn gibt.
Gekostet hat das ganze Unterfangen 19.000,-€ die durch ein bayerisches Förderprogramm finaziert wurden. Das spannende dabei ist, woher der Gesamt-Etat des Förderprogrammes in Bayern kommen. 38 Millionen Euro sind es insgesamt, davon kommen 17 Millionen aus dem Fördertopf des bayerischen Landwirtschaftsministeriums, 21 Millionen aus dem Konjunkturprogramm 2 der Bundesregierung.





















