Bei Frank Bültge hab ich nach Short Feeds: Es stinkt mir (auf den ich mit Die stinkende Gretchenfrage: Gekürzter oder ganzer Feed eingegangen bin) wieder einen interessanten Beitrag gefunden, den ich hier mal ein bisschen “auseinandernehmen” möchte und um eure werte Meinung fragen will. In dem Beitrag 10Punkte, die das Blog besser machen listet Frank 10 Punkte auf, die anscheinend den Blog besser machen soll.
Um es vorweg zu sagen, bei mir ist der Blog männlich und hat auch diesen Artikel. Laut Duden sind beide Möglichkeiten, also männlich und weiblich, richtig. Bei mir ist der Blog männlich weil es sich besser in meine Sprache einfügt, “das Blog” finde ich irgendwie unflüssig…
Frank stellt in seinem Beitrag 10 Punkte auf, die einen Blog besser machen sollen, dabei sind 10 Punkte etwas viel, denn man hätte das Ganze auch kompakter auflisten können und die Punkte 3, 4, 5 und 7 zu einem Punkt vereinen können. Dann wären es aber nicht 10 Punkte gewesen, ich hätte es wahrscheinlich ebenso gemacht… In diesen 10 Punkten erklärt Frank dann seinen Standpunkt, das vorherige lesen des Beitrages wäre also vorteilhaft.
Schauen wir also uns mal die 10 Punkte an, die Frank auflistet und wie ich das Ganze sehe:
- Besucher stehen im Mittelpunkt
Ganz klar steht der Besucher im Vordergrund, zumindest bei Alles2null und vielen anderen Blogs mit ähnlichem Ziel. Allerdings kann es nur für solche gelten. Viele unzählige Blogs sind als reine Eblogs, also Online-Tagebücher, zu verstehen und auch so gedacht. Dadurch wird es viele geben, die sagen “Das ist mein Blog, da haben sich die Leser an mir zu orientieren…”. Das kann ich voll und ganz verstehen. - Text-Links im Artikel
Was ich am meisten hasse ist z.B. der Satz “Viele haben darüber schon einen Beitrag geschrieben” und jedes einzelne Wort ist mit einem Link auf einen fremden Blogbeitrag versehen. Diese Linkschleuder geht mir ehrlich gesagt auf den Senkel. Macht euch 5 Minuten mehr Arbeit und verlinkt besser. Wenn ihr zu irgendeinem Beitrag auf irgendeinem Blog verlinken wollt, dann tut es doch ordentlich, auch der Leser wird es euch danken. - Kommentar Threading und
- Kommentare nutzerfreundlich gestalten und
- Wiedererkennung des Kommentierenden
möchte ich mal zusammenfassen. Vom Threading der Kommentare halte ich persönlich garnichts, auch ist es oft unschön gelöst. Mein Theme kann anscheinend nicht einmal das mitgebrachte von WordPress 2.7… Dass die Kommentare Nutzerfreundlich gestaltet sein soll, versteht sich von selbst, ein Captcha lehne ich auf Alles2null eigentlich auch ab, allerdings mutet mir die Spam-Mafia momentan bis zu 100 Spam-Kommentare am Tag zu, dazu muss ich noch eine Lösung finden.
Die Wiedererkennung des Kommentierenden ist absolut wichtig und ich finde die Erfindung der Avatare als eine der Besten. Allerdings hält sich auch hier die Nutzung in Grenzen… Leider. - Sidebar für mehr Informationen nutzen
Die Sidebar(s) sind ein wundervolles Werkzeug. Ich kann mir einen Blog ohne garnicht vorstellen, kann man wirklich viel reinpacken. Auch versuche ich die Sidebars immer wieder zu verändern, um es für den Leser spannend und interessant zu halten. - Hervorheben des Autors
Hier gehts wieder um die Kommentarfunktion. Interessanter Ansatz, aber den Autor kann man doch schon anhand des Namens und des Avatars erkennen. Ist es da wirklich nötig den Autoren-Kommentar hervorzuheben? - Suche nicht vergessen
Die Suche im Blog ist etwas elemantares, ABER: Wenn ich die Zahlen zur Nutzung der Suche mir anschaue, dann ist gerade das Gegenteil der Fall, denn wenn die Suche 3 mal pro Woche genutzt wird, dann ist es viel.
Allerdings hat Frank auf seinem Blog auch eine vorbildliche Suche sich gebastelt, die “Erweiterte Suche” lässt eigentlich keine Wünsche offen. Vielleicht ist das mal ein Vorhaben für Alles2null - Text / Raum
Frank fordert mehr weiß im Text, um den Lesefluss freundlicher zu gestalten. Das sehe ich im Grunde auch so, allerdings ist die Umsetzung oftmals wegen dem WordPress-Theme etwas schwierig. - Druckoptimierung
Blogs sind ja eigentlich so richtig 2.0. Und nun sollen Blogs auch noch Druckoptimiert sein? Ist das nicht eher Web 0.9 und dazu auch noch nicht gerade umweltfreundlich? Und hat nicht dieser Frank Bültge vor ein paar Tagen noch gefordert, den Feed komplett auszugeben, weil er ihn Mobil auf dem Handy lesen möchte?
Den Punkt kann ich von der Seite von Frank nicht nachvollziehen, habe aber schon das ein oder andere Mal schon gedacht die Druckoption bei Alles2null wieder einzuführen, denn das hatten wir lange Zeit hier schon. Allerdings hat mir damals die Umsetzung nicht so gut gefallen und habe dann darauf verzichtet. Mal schauen, vielleicht finde ich da eine schicke Lösung, so verkehrt finde ich die Idee nämlich garnicht.
Wie siehst du die Punkte? Verwirklichst du einzelne Punkte oder gar alles auf deinem Blog?

























Definitiv eine Alternative, die aber das andere aus meiner Sicht nicht ausschließt. Gerade im Business Umfeld halte ich das eh für recht wichtig – zumindest ein Link auf die Autoren mit Bild kann viel Näher erzeugen.
Wunderbar, dass man sich mit meinem Artikel auseinander setzt!
Im Grunde stimmst du mit ja über all zu, wenn auch ergänzend oder zusammenfassend. Einige flüchtige Ergänzungen von mir.
Besucher: stimme ich voll zu, klar wird es immer Leute geben, die mache das für sich. Da hätte ich einfach offener schreiben sollen. Da ich aber einfach runter schreibe und veröffentliche, mehr zeit ist nicht, entstehen Fehler und Lücken.
Autor: viele kennen den Namen des Autors nicht einmal, daher fällt das hervorheben einfach besser auf und man wird bekannter.
Text/Raum: ist nicht schwierig, mag nur schwer sein, wenn man das Theme nicht verändern kann und liegt schon gar nicht an WordPress, es liegt nur am Theme-Entwickler.
Aber nochmal zum Druck, was man auch im Bezug auf den Feed beziehen kann – ich möchte einfach als Leser selbst entscheiden. Die Druckfunktion ist da und keine Website soll mir verbieten zu drucken. Aber wenn ich erst per Copy/Paste eine druckbare Seite erstellen muss, dann ist das störend. Ob ich Papier spare oder nicht, dass steht auf einem anderen Blatt. Im übrigen haben viele FeedReader ein extra Layout für den Druck.
@Frank: Deshalb ja auch meine Empfehlung sich in der Sidebar (ganz oben) direkt mit “Foto” kurz vorzustellen.
Ich fühle mich jetzt mal ganz dezent bei Punkt 2 angesprochen.
Am konkreten Beispiel der “Wer hat den längsten Feed?”-Thematik letztens, brauchte man allerdings eine solche Verlinkung um einem Besucher einen umfassenden Blick auf die gesamte Situation und Entwicklung zu geben. So muss sich der Besucher nicht durch alle einzeln verlinkten Blogs durchklicken und hat eine Übersicht.
7. Ja, ein spezielles Hervorheben des Autors ist sinnvoll. Eine geringfügig andere Hintergrundfarbe oder eine andere Farbe des Namens fällt viel schneller auf, als wenn man erst den Namen genau lesen und dann noch wissen muss, dass “Uwe Ramminger” der Autor von Alles2null.de ist. :) Vor allem für Gelegenheitsleser oder Suchmaschinenbesucher (so diese denn die Kommentare überhaupt lesen). Und gerade dein Avatar und der von René sind auch nicht mit einem schnellen, flüchtigen Blick einzuordnen…
10. Eine spezielle Druckoption ist heutzutage unnötig – man nehme einfach ein Stylesheet, das fürs Drucken unnötige Dinge (Eingabefelder, Navigation, Sidebar, etc.) in einem “@media print”-Abschnitt ausblendet, ggf. Hintergrundfarben auf weiß setzt, und den Rest macht der Browser automatisch.
Hi Uwe, ich verstehe deine Argumente schon sehr gut. War ja auch alles nicht böse gemeint. Jeder muss da seinen Weg finden.
Ich persönlich habe übrigens keine guten Erfahrungen mit AdSense gemacht und nachdem ich bei meiner Blogsoftware nicht die Möglichkeit habe (oder noch nicht herausgefunden habe wie es gehen soll) AdSense nur für Googler, nicht aber Stammleser anzeigen zu lassen, habe ich mich gegen AdSense (& Co.) entschieden. Affiliate funktioniert soweit ganz gut. Ich überlege aber bereits diese Links mit einem kleinen Zeichen zu kennzeichnen. Denke das ist nur fair. Auch da hast du Recht.
Na dann hab ich aber außer der Vorstellung des Bloggers alles… ;-)
Und da die in der Sidebar fehlt und hier 3 Blogger bloggen, gibts diese aus Platzgründen auf einer Extra-Seite…
Und zum Thema Kategorien und/oder Tags sehe ich das anders, Kategorien oder Tags ersetzen nicht das jeweils andere. Wenn ich einen Beitrag habe, in dem u.a. ein Video vorkommt, bekommt er das Tag “Video”, ist aber zum Beispiel in einer Kategir untergebracht, die garnichts mit Videos zu tun hat.
Also können meiner Meinung nach das jeweils eine das andere nur ergänzen.
Zum Thema Werbung, lieber René, geb ich dir in so fern Recht, dass ich Werbung auf meinem Blog habe. Und zwar offensichtlich und für jeden als Werbung zu erkennen.
Du allerdings hast ebenso Werbung auf deinem Blog, allerdings nicht auf den ersten Blick als solche zu erkennende Werbung, deine Afiliate-Werbelinks inerhalb den Texten finde ich dagegen weniger gut… Das hat Gründe, die ich jetzt nicht vertiefen will, weil aus dieser Diskussion kein “Krieg” zweier Blogger entstehen soll… ;-)
Ich merke also, wenn ich ein Fazit dieses Austauschs ziehen soll, dass wir doch, bis auf einen Punkt, derselben Meinung sind… ;-)
Hmm.. aber bei “haben viele andere auch schon darüber geschrieben” ist doch erkennbar das es dabei um Links auf andere Blogs (oder Webseiten) geht, die sich auch zu diesem Thema geäußert haben. Klar übertreiben es einige sicherlich damit, aber immer noch besser wie gar nicht verlinken.
Jetzt hast du mich aber nicht verstanden ;-) Ich mag Sidebars, aber sie sollten schon sinnvoll sein. Manchmal kommt es mir so vor, als werden die Bappels und Boppels in den Sidebars doch arg inflationär verteilt. Letztlich muss jeder Blogbetreiber selbst wissen was er tut, aber ich sag mal am Beispiel deiner beiden Sidebars hier was ich für überflüssig halte:
1. Kategorien UND Tags: Eines reicht m.E. vollkommen.
2.. Zu viel Werbung ;-)
3. Bapperls und Bopperls wie Blogoscoop und Feedburner-Buttons.
4. Ein Monatsarchiv.
5. “Auch interessante Beiträge” … gehören m.E. unter den Artikel und da werden sie bei dir ja auch schon angezeigt. IMHO doppelt gemoppelt.
Gut hingegen in meinen Augen:
1. Eine Vorstellung des Autors (fehlt bei dir): Zeigt dem Besucher gleich wer hier blogt.
2. Eine (kleine aber feine) Blogroll
3. Tagcloud ODER Kategorieliste
4. Liste der letzten Kommentare
5. Werbungs, wenns denn sein muss
Alles andere hat für den Leser\Besucher IMHO keinen Wert und dient eher dazu die Sidebars vollzustopfen.
Es scheint, als ob du mich nicht verstanden hast, René.
Ich verlinke in meinem Blog sehr viel, aber In einem Satz mit 10 Wörtern 10 Links zu verstecken ist nicht ok und empfinde ich als Kontraproduktiv, denn der Leser hat ja nichts davon, weil er nicht direkt erkennen kann, was sich hinter diesen Links verbirgt. Ich meinte damit, dass die Links offensichtlicher sein sollten und nicht reines LinkSpamming…
Und wenn du keine Sidebars magst und darin keinen Mehrwert siehst, warum hast du dann selbst eine im Blog?
Textlinks in einem Blog halte ich persönlich für essentiell. Ohne geht gar nicht. Blogs sind dafür da, um andere – thematisch passende – Artikel zu verlinken. In diesem Punkt stimme ich dir absolut nicht zu.
Auch was die Sidebar angeht muss ich in Großteilen widersprechen. Was sich in den meisten Sitebars findet, hat für den Leser absolut NULL Wert und da nehme ich deine nicht aus ;-)